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Alt-Bundesrichter untersucht Vorwürfe gegen Asylzentrum

Um die Missstände in der Asylunterkunft Kreuzlingen zu untersuchen, beauftragte das Staatssekretariat für Migration Michel Féraud.

Nimmt das Zentrum in Kreuzlingen unter die Lupe: Alt-Bundesrichter Michel Féraud. (Archivbild)
Nimmt das Zentrum in Kreuzlingen unter die Lupe: Alt-Bundesrichter Michel Féraud. (Archivbild)
Gaëtan Bally, Keystone

Alt-Bundesrichter Michel Féraud untersucht die Vorwürfe wegen schlechter Behandlung von Asylsuchenden im Asylzentrum Kreuzlingen TG. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) erteilte ihm das Mandat. Er nimmt die Arbeit in den nächsten Tagen auf.

Damit übernimmt wie angekündigt eine externe Stelle die Untersuchung. Anlass für die Ermittlungen sind Vorwürfe in der «SonntagsZeitung» vom 17. Januar. Eine Undercover-Aktion der Zeitung hatte zu Anschuldigungen vor allem gegen das Sicherheitspersonal im Empfangs- und Verfahrenszentrum in Kreuzlingen geführt.

Wie das SEM am Freitag mitteilte, fällte Staatssekretär Mario Gattiker den Entscheid für eine externe Abklärung bereits nach Erscheinen der Reportage. Inzwischen fand sich Michel Féraud für die Aufgabe. Das SEM wird die Öffentlichkeit nach Abschluss der Untersuchung informieren.

Gewalt gegen Asylanten aufgedeckt

Im Zeitungsbericht ist unter anderem die Rede von Gewalt gegen Asylsuchende. Zudem bemängelte der Journalist die Betreuung der Kinder.

Weiter kritisierte er einen fehlenden Andachtsraum. Diesen Vorwurf räumte das SEM bereits aus: Es gebe einen Gebetsraum für alle Konfessionen. Es könne aber vorkommen, dass er wegen Platzmangels als Schlafraum genutzt werden müsse.

Beim Vorwurf wegen der Durchsuchungen von Asylsuchenden hielt das Staatssekretariat fest, solche Aktionen dienten der Sicherheit im Zentrum.

SDA/nag

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