Anwohnerprotest verteuert Leitung um 15 Millionen Franken

Auf dem Bözberg entsteht die erste unterirdische Hochspannungsleitung der Schweiz.

Teure Premiere: Die Leitung auf dem Bözberg kostet 15,4 Millionen Franken pro Kilometer. Video: Keystone-SDA

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Netzbetreiberin Swissgrid baut auf dem Bözberg AG zurzeit die erste unterirdische Höchstspannungsleitung der Schweiz. Der 1,3 Kilometer lange Abschnitt kostet insgesamt rund 20 Millionen Franken und soll im Jahr 2020 ans Stromnetz angeschlossen werden. Swissgrid braucht die Leitung, um den Strom des AKW Beznau ins Netz zu bringen. Die 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung ist rund 15 cm dick und wiegt 21 kg pro Meter. Insgesamt 12 dieser Kabel werden unterirdisch verlegt.

Eigentlich wollte Swissgrid eine gewöhnliche oberirdische Freileitung erstellen. Doch die Anwohner kämpften erbittert dagegen. 2011 entschied das Bundesgericht, dass ein 1,3 Kilometer langes Teilstück der Leitung unterirdisch verlegt werden muss. Die Leitung wird den Boden erwärmen und ein wenige Meter kleines, aber stärkeres Magnetfeld erzeugen. Das unterirdische Kabel ist pro Kilometer fünfmal so teuer wie ein oberirdisches. Die Leitung auf dem Bözberg kostet 15,4 Millionen Franken pro Kilometer. Oberirdisch würde der Kilometer 3 Millionen Franken kosten.

(jd/sda)

Erstellt: 06.08.2019, 21:22 Uhr

Artikel zum Thema

Stromstrassen in Schutzgebieten

Der Bundesrat will den Bau von Hochspannungsleitungen in Schutzgebieten erleichtern. Landschaftsschützer protestieren und fordern Verkabelungen im Boden. Doch diese Methode hat Tücken. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Paid Post

Studieren von zu Hause aus

Erstmals in der Schweiz lässt sich ein Bachelor virtuell absolvieren. Dieses Set-up erlaubt es den virtuell Teilnehmenden ohne Pendeln zu studieren.

Die Welt in Bildern

Natürliche Kunst: Douglas Ciampi aus Massachusetts steht neben einer eisbedeckten Antenne auf dem Gipfel des Mount Washington. (24. Februar 2020)
(Bild: Robert F. Bukaty) Mehr...