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Chance verpasst

Mit dem zahnlosen Gesetz zu den Ausbildungsbeiträgen verpasst das Parlament eine Chance, etwas gegen den Fachkräftemangel zu unternehmen.

Aus dem Parlament kommen schlechte Nachrichten für die Studierenden: Nach dem Ständerat verzichtet nun auch der Nationalrat nach einigem Hin und Her darauf, den Kantonen eine minimale Stipendienhöhe vorzuschreiben. Der indirekte Gegenvorschlag zur Stipendieninitiative hat also definitiv seine Zähne verloren. Für die Studierenden heisst das: Es bleibt eine Frage der kantonalen Herkunft und damit Glückssache, ob und wie stark man als materiell wenig begüterter Student unterstützt wird.

Die Ratsmehrheit argumentierte wie so oft mit der kantonalen Hoheit, die es zu schützen gelte. Doch in diesem Fall überzeugt das Argument nicht wirklich. Denn eine Mehrheit der Kantone, nämlich 16, hat sich bereits freiwillig zu verbindlichen Standards für Stipendien verpflichtet und ist dem Stipendienkonkordat der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) beigetreten. So problematisch können solche Mindestanforderungen, auch zur Höhe eines Stipendiums, also nicht sein.

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