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Neue Enthüllung – Wie die Armee die Crypto-Spione enttarnte

Militärs entdeckten die manipulierten Chiffriergeräte schon in den 80ern – wegen einer Panne. Das zeigen bislang unveröffentlichte Dokumente.

Martin Stoll
Crypto-Geräte sollten die Kommunikation aus unterirdischen Bunkeranlagen verschlüsseln. Foto: Keystone
Crypto-Geräte sollten die Kommunikation aus unterirdischen Bunkeranlagen verschlüsseln. Foto: Keystone

Die Schweizer Armee verfügte schon in den 80er-Jahren über Informationen, die auf ein Doppelspiel der Firma Crypto AG mit Geheimdiensten hinwiesen. Das geht aus einem bislang nicht ­öffentlich gewordenen Gerichtsdokument hervor. Laut diesem hatte der ­damalige Chef-Kryptologe des Militär­departements (EMD), der inzwischen verstorbene Paul Glur, schwerwiegende Bedenken gegen die Geräte der ­Zuger Firma Crypto geäussert. Der Mathematiker leitete damals die Sektion Kryptologie und Chiffrierwesen im Bundesamt für Übermittlungstruppen und war mit dem «Projekt SVZ-B» befasst, der ­Beschaffung eines digitalen Chiffriergeräts für die Armee.

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