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War das nötig?

Philipp Hildebrands Kritiker stehen selber in der Kritik. Haben sie es übertrieben? Redaktion Tamedia hat ehemalige Chefredaktoren befragt.

Dass die Fakten auf dem Tisch liegen, sei nicht Begriffen wie «geschniegelter Gauner» zu verdanken, sagt Hanspeter Spörri. Er war 2001 bis 2006 Chefredaktor beim «Bund».
Dass die Fakten auf dem Tisch liegen, sei nicht Begriffen wie «geschniegelter Gauner» zu verdanken, sagt Hanspeter Spörri. Er war 2001 bis 2006 Chefredaktor beim «Bund».
Keystone
«Doch, der Druck war nötig», sagt Gottlieb Höpli, Chefredaktor des «St. Galler Tagblatts» von 1994 bis 2008. Die «Weltwoche» habe den andern Zeitungen die heikle Publikation von Hildebrands Bankdaten erspart.
«Doch, der Druck war nötig», sagt Gottlieb Höpli, Chefredaktor des «St. Galler Tagblatts» von 1994 bis 2008. Die «Weltwoche» habe den andern Zeitungen die heikle Publikation von Hildebrands Bankdaten erspart.
Keystone
Ueli Haldimann hofft auf eine medienethische Aufarbeitung. «Die Hetzjagd war unnötig und falsch», sagt der frühere Chefredaktor der «SonntagsZeitung» (1994 bis 1997), der Pendlerzeitung «Metropol» (1999 bis 2001) und beim Schweizer Fernsehen (2002 bis 2010).
Ueli Haldimann hofft auf eine medienethische Aufarbeitung. «Die Hetzjagd war unnötig und falsch», sagt der frühere Chefredaktor der «SonntagsZeitung» (1994 bis 1997), der Pendlerzeitung «Metropol» (1999 bis 2001) und beim Schweizer Fernsehen (2002 bis 2010).
Keystone
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Politologe Andreas Ladner kritisierte am Mittwochabend auf TeleZüri sowohl den zurückgetretenen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand als auch dessen Gegner beziehungsweise die Kampagne der vergangenen Woche gegen Hildebrand. Damit fasst Ladner die Meinung zusammen, die politische Kommentatoren derzeit fast einhellig vertreten: Hildebrand sei zwar über sich selber gestolpert, aber die Kritiker – SVP, Nationalrat Christoph Blocher, Rechtsanwalt Hermann Lei, die «Weltwoche» – hätten eine rigorose Hetzjagd veranstaltet. «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel glaubt, dass dies zur Herausgabe der Berichte und des SNB-Reglements geführt hat. Hätte moderater Druck, wie er von anderen Medien kam, genügt? Oder war die Hetzjagd nötig, um die Fakten auf den Tisch zu kriegen?

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