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Didier Burkhalter war an Krebs erkrankt

Der Alt-Bundesrat musste 2018 überraschend wegen einer Krebserkrankung operiert werden. Bei seinem Rücktritt wusste er noch nichts davon.

red
Didier Burkhalter ist nach seinem Rücktritt schwer erkrankt.Gegenüber der «Glückspost» spricht er von einer Schule fürs Leben.
Didier Burkhalter ist nach seinem Rücktritt schwer erkrankt.Gegenüber der «Glückspost» spricht er von einer Schule fürs Leben.
Keystone
Sorgte bisweilen in der Öffentlichkeit für Humor: Als Didier Burkhalter im Mai 2011 ein Labor für Nanotechnik in Rüschlikon ZH besuchte, war er der einzige, der sich nicht an den Dresscode hielt. Alle Ehrengäste trugen ein Häubchen im Reinraum – ausser ihm.
Sorgte bisweilen in der Öffentlichkeit für Humor: Als Didier Burkhalter im Mai 2011 ein Labor für Nanotechnik in Rüschlikon ZH besuchte, war er der einzige, der sich nicht an den Dresscode hielt. Alle Ehrengäste trugen ein Häubchen im Reinraum – ausser ihm.
Keystone
Im Januar 2017 empfing er Chinas Staatspräsident Xi Jinping und ass mit ihm und dessen Frau Peng Liyuan ein Fondue. (16. Januar 2017)
Im Januar 2017 empfing er Chinas Staatspräsident Xi Jinping und ass mit ihm und dessen Frau Peng Liyuan ein Fondue. (16. Januar 2017)
Peter Klaunzer, Keystone
Nach gut dreissig Jahren in der Politik sei es an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen, schrieb Burkhalter damals. Johann Schneider-Ammann, Doris Leuthard, Alain Berset, und Didier Burkhalter während der Bundesratsreise im Juli 2016.
Nach gut dreissig Jahren in der Politik sei es an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen, schrieb Burkhalter damals. Johann Schneider-Ammann, Doris Leuthard, Alain Berset, und Didier Burkhalter während der Bundesratsreise im Juli 2016.
Lukas Lehmann, Keystone
Er wisse noch nicht, was kommen werde, doch er denke, dass es etwas weniger öffentlich Sichtbares sei. Bundesrat Didier Burkhalter lässt sich nach der Sitzung «extra muros» im März 2017 in Solothurn fotografieren.
Er wisse noch nicht, was kommen werde, doch er denke, dass es etwas weniger öffentlich Sichtbares sei. Bundesrat Didier Burkhalter lässt sich nach der Sitzung «extra muros» im März 2017 in Solothurn fotografieren.
Peter Schneider, Keystone
Gab sein Amt als Bundesrat per Ende Oktober 2017 ab: Aussenminister Didier Burkhalter spricht zur Kleinen Kammer an der Sommersession der Eidgenoessischen Räte im Nationalrat in Bern. (13. Juni 2017)
Gab sein Amt als Bundesrat per Ende Oktober 2017 ab: Aussenminister Didier Burkhalter spricht zur Kleinen Kammer an der Sommersession der Eidgenoessischen Räte im Nationalrat in Bern. (13. Juni 2017)
Alessandro della Valle, Keystone
Burkhalter war ab 2009 Mitglied des Bundesrats. Zunächst war er Vorsteher des Innendepartements, bevor er 2012 das Aussendepartement übernahm. (14. Juni 2017)
Burkhalter war ab 2009 Mitglied des Bundesrats. Zunächst war er Vorsteher des Innendepartements, bevor er 2012 das Aussendepartement übernahm. (14. Juni 2017)
Peter Schneider, Keystone
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Alt-Bundesrat Didier Burkhalter war schwer erkrankt. Gegenüber dem «Blick» bestätigt der Neuenburger, dass er im Sommer 2018 «völlig aus dem Nichts» die Diagnose Krebs erhielt. Details zur Krankheit gibt Burkhalter nicht bekannt, viele Leute litten aber mehr als er. In der «Glückpost» sagt der Alt-Bundesrat: «Ich stellte an einer Buchmesse noch meinen neuen Roman vor, lag am selben Wochenende bereits auf dem Operationstisch.»

Gegenüber «Le Matin» sagte er: «Es geht mir besser. Die Operation war notwendig wie auch wirksam.» Nun muss er aber weiterhin zur Kontrolle.

Bei seinem Rücktritt im Sommer 2017 habe er nichts von der Krankheit gewusst. Aus heutiger Sicht könne er sich aber vorstellen, dass «das Übel» schon damals da war. Der 58-Jährige findet, krank zu sein sei eine Schule fürs Leben. «Man sieht das eigene Dasein und die Zeit aus einem anderen Blickwinkel.»

Burkhalter sagt im Rückblick, dass er in den acht Jahren als Bundesrat zu viel gearbeitet habe – «bis zu 100 Stunden pro Woche.» Seine Frau Friedrun habe ihn oft vor der übermässigen Belastung gewarnt. «Aber ich habe nicht genügend auf sie gehört.» Friedrun habe ihm Kraft gegeben, um die Krankheit zu verarbeiten.

Bildstrecke: Bundesrat Burkhalter von Schaad gezeichnet

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