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In 5 Etappen zum Umweltskandal in der «Achselhöhle der Schweiz»

Die heute bekannt gewordenen Komplikationen bei der Sanierung der Sonderdeponie in Kölliken AG sind nur eine weitere von vielen Hiobsbotschaften aus dieser Deponie, wo seit Mai 1978 vieles schiefging.

Wie die aktuellsten Messungen aus Kölliken ergeben, ist das Gestein unterhalb der Sondermülldeponie verseuchter als angenommen, wie SRF heute berichtete. Obwohl das letzte Fass, das aus den 70er- und 80er-Jahren stammte, letzten Sommer ausgegraben wurde, müssen die Gesteinsschichten grossflächig abgetragen werden. Anders als anfänglich angenommen ist nicht die gesamte Fläche, sondern nur etwa ein Fünftel davon betroffen. Allerdings ist das Gift in tiefere Lagen als erwartet vorgedrungen. Die Bagger müssen bis zu fünf Meter tief graben, insgesamt werden 30'000 Tonnen Gestein abtransportiert.

Bisher ist nicht klar, ob die Giftstoffe auch weiter als bis fünf Meter unter die Erdoberfläche gelangt sind. Falls doch, gibt es ein grosses Problem: Wird die maximale Grabtiefe von fünf Metern überschritten, steht die Statik der Abbauhalle in Gefahr. Um ein Einstürzen der Halle ausschliessen zu können, müssten die tieferen Schichten durch komplizierte Bohrungen abgetragen werden. Ob dies der Fall ist, wird erst bei den nächsten Messungen im Februar klar. Klar ist hingegen, dass das Dorf im Aargau mittlerweile selbst unter Einwohnern den Übernamen «Achselhöhle der Schweiz» erhalten hat.

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