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«Die Leute haben Drohbriefe vom Konzernchef bekommen»

Trotz Niederlage: Die Stimmung bei den Jungsozialisten ist gut. Redaktion Tamedia wollte von Präsident David Roth und 1:12-Unterstützern wissen, ob es nur Zweckoptimismus ist.

Optimistisch trotz verlorener Abstimmung: Juso-Präsident David Roth.

Es ist laut im Kulturzentrum Gaskessel in Bern. Still wird es nur, wenn SRF auf Sendung geht. Oder wenn David Roth sich lächelnd für den Einsatz bedankt und verspricht, dass der Kampf für mehr Lohngerechtigkeit weitergeht.

Seit gestern feiern im Gaskessel die Jungsozialisten ihren Kampf für die 1:12-Initiative. Ein verlorener Kampf. Obwohl die meisten bis in den Morgen feierten, herrscht keine Katerstimmung. «Wir hätten uns natürlich eine Fünf vor der Vier gewünscht. Aber trotzdem sind wir mit diesen 34 Prozent zufrieden», sagt SP-Nationalrat Cédric Wermuth. Die Juso hätten die Diskussion über die Verteilungsgerechtigkeit angeschoben. Bisher sei diese Diskussion tabu gewesen. «Ich denke, wir brauchen noch 10 bis 15 Jahre, um das Ziel der Lohngerechtigkeit zu erreichen», sagt Wermuth. «Als Nächstes konzentrieren wir uns auf die Themen Mindestlohn, Erbschaftssteuer und Pauschalbesteuerung.»

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