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Ein bisschen Klassenkampf

Am Parteitag in Thun verabschiedet die SP ihr Papier zur Wirtschaftsdemokratie. Und verhindert im letzten Moment eine Rückkehr zum guten alten Kommunismus.

Nahmen den Juso-Antrag zuerst an, kippten ihn dann aber wieder: SP-Delegierte an der Parteiversammlung in Thun (3. Dezepmber 2016).
Nahmen den Juso-Antrag zuerst an, kippten ihn dann aber wieder: SP-Delegierte an der Parteiversammlung in Thun (3. Dezepmber 2016).
Peter Schneider, Keystone

Jetzt hätten unsere Sozialdemokraten doch um ein Haar das Privateigentum abgeschafft. Man stelle sich die Reaktionen der politischen Gegner vor! Dein Auto: gehört jetzt leider allen. Laptop und Smartphone: bitte hier abgeben. Beim ersten Anlauf ging der Juso-Antrag noch etwas unter. «Eigentum demokratisch denken» hiess er, wollte den Privatbesitz von Boden und Ressourcen «transformieren», und wurde prompt und ohne grosse Diskussionen mit acht Stimmen Unterschied angenommen. Allerdings nicht für lange. Als sämtliche Detailanträge behandelt waren, forderte Nationalrätin Jacqueline Badran, unterstützt von der Parteileitung, ein Rückkommen. Sie habe leider nichts zum ursprünglichen Antrag sagen können und würde das gerne nachholen. Auftritt Samira Marti, Juso, und sehr wütend. «Was hier geboten wird, ist der SP nicht würdig! Wir können doch nicht einfach so oft abstimmen, bis es dem Sinn der Parteileitung entspricht!»

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