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«Für solche Täter wird es nie mehr Fussfesseln geben»

Die zuständige Waadtländer Staatsrätin Béatrice Métraux (Grüne) weist jede politische Verantwortung für den Fall Marie von sich. Schuld sei die Justiz.

Als Waadtländer Innenministerin sind Sie verantwortlich für den Strafvollzug und die Justiz. Was ist falsch gelaufen im Fall Marie?Im November 2012 schlug die mir unterstellte Bewährungshilfe Alarm, nachdem Claude D. Morddrohungen ausgestossen hatte. Er kam daraufhin aufgrund eines administrativen Entscheids der Vollzugsbehörden wieder ins Gefängnis. Doch die Justiz hiess seinen Rekurs gut und liess ihn frei. Die Justiz ist unabhängig, da habe ich keinen Einfluss.

Es war aber Ihre Vollzugsbehörde, die im August 2012 entschied, dass Claude D. den Rest der Strafe im Hausarrest absitzen darf. Der Mann war zu 20 Jahren verurteilt worden, eine Verwahrung wurde nicht ausgesprochen. Das Strafende war absehbar, darauf musste man ihn vorbereiten. Die unabhängige kantonale Gefährlichkeitskommission hat der schrittweisen Lockerung des Strafregimes zugestimmt.

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