Keine Solidarität für Sportanlage

Die Betteltour für die Dielsdorfer Sportanlage Erlen endet mit einem niederschmetternden Ergebnis: Nur drei Gemeinden im Bezirk wollen die 24-Millionen-Franken-Sanierung mittragen.

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Dielsdorf. - Drei Viertel aller Besucher der Sportanlage Erlen in Dielsdorf reisen von ausserhalb an, insbesondere aus Regensdorf und Niederglatt. Nur der kleinere Teil stammt aus einer der drei Trägergemeinden Niederhasli, Dielsdorf und Steinmaur. Trotzdem wollen nur 3 der 19 angefragten Gemeinden im Bezirk Dielsdorf die dringend nötige Sanierung der Anlage für 24 Millionen Franken mittragen. Die drei Gemeinden Boppelsen, Dällikon und Stadel sind bereit, zusammen einen Anteil von 132 000 Franken beizusteuern. Wunschgemäss sollten die Bezirksgemeinden insgesamt 3 Millionen Franken zahlen.

«Wir sind sehr enttäuscht», sagt Peter Kunz, Verwaltungsratspräsident und Steinmaurer Gemeindepräsident. Den Rücklauf der Gemeinden hat er letzte Woche ausgewertet und im Gremium präsentiert. «Wir sind vor allem auch enttäuscht über die Art und Weise der Absagen.» So hätten die Gemeinden die Bittschrift nur oberflächlich angeschaut und meist nur den finanziellen Aspekt in den Vordergrund gestellt. «Dabei hat diese Anlage für die Region und darüber hinaus einen ganz eigenen Wert. Sie trägt auch zur Volksgesundheit bei.» Der Verwaltungsrat hätte sich deshalb mehr Sympathiebeiträge erhofft. Die Solidarität für die Anlage habe aber nicht gespielt, so Kunz. «Viele Gemeinden müssen zu ihrer eigenen Anlage schauen», sucht Kunz nach Gründen für dieses Verhalten. So stehe beispielsweise in Rümlang in Kürze eine Gesamtsanierung des Hallenbades an.

Kunz hält es zudem für möglich, dass die frühe Absage der Gemeinde Regensdorf eine schlechte Signalwirkung für die andern Bezirksgemeinden gehabt hat. Aus Regensdorf kommen die meisten externen Besucher in die Erlen nach Dielsdorf. Dennoch verkündete Gemeindepräsidentin Erika Kuczynski bereits kurz nach Start der Betteltour im Mai, dass ihre Gemeinde für das Furttal bereits genügend Zentrumslasten trage und daher ihren mit Abstand grössten Beitrag von rund 650 000 Franken nicht zahlen werde.

Kunz gibt noch nicht auf

Trotz der dürftigen Unterstützung für die Erlen gibt Präsident Peter Kunz noch nicht auf. «Wir werden die umliegenden Gemeinden ein weiteres Mal angehen.» Zumal die drei Gemeinden Dänikon, Niederglatt und Schöfflisdorf immerhin versichert haben, eventuell etwas an die Sanierung zu bezahlen und eine Gemeinde - Weiach - bis heute nicht geantwortet hat. Kunz glaubt nicht, dass das schlechte Ergebnis der Betteltour einen entscheidenden Einfluss auf die Abstimmung vom November haben wird. Die Rechnungsprüfer aller drei Trägergemeinden haben den Erlen-Kredit aber bereits abgelehnt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 14.09.2009, 02:02 Uhr

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