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Hans-Ueli Vogt nominiert fürs Stöckli

Jetzt ist es offiziell: Der Vater der Völkerrechtsinitiative soll den verlorenen Sitz in der kleinen Kammer zurückholen. Sich selber bezeichnet der Rechtsprofessor als «weltoffen» und «moderat».

Geriet als Vater der Völkerrechtsinitiative ins Rampenlicht: Hans-Ueli Vogt bei der Delegiertenversammlung der Zürcher SVP (28. April 2015).
Geriet als Vater der Völkerrechtsinitiative ins Rampenlicht: Hans-Ueli Vogt bei der Delegiertenversammlung der Zürcher SVP (28. April 2015).
Ennio Leanza, Keystone

Bekannt ist es seit zwei Monaten, ab heute ist es offiziell: Hans-Ueli Vogt kandidiert für den Ständerat. Die Nominierung an der heutigen Delegiertenversammlung der Zürcher SVP fiel einstimmig aus.

Vogt gehört dabei nicht zu den Lauten in seiner Partei. Sich selber bezeichnet der Kantonsrat als «moderat und weltoffen». Ins nationale Rampenlicht geriet er jüngst mit der von ihm verfassten SVP-Initiative «Zur Umsetzung von Volksentscheiden – Schweizer Recht geht fremdem Recht vor».

Seit 2003 ist Vogt als Professor an der Universität Zürich tätig, wo er Gesellschafts-, Vertrags- und Bankenrecht lehrt. Sein Schwerpunkt ist das Aktienrecht. Seit 2011 gehört er dem Zürcher Kantonsrat an.

Nach den Rücktritten von Felix Gutzwiller (FDP) und Verena Diener (GLP) werden beide Zürcher Ständeratssitze frei. Diese Chance will die SVP nutzen, dem Kanton Zürich wieder zu einer geschlossenen bürgerlichen Standesstimme zu verhelfen.

Zürcher Sitze sind hart umkämpft

Letzter Zürcher SVP-Ständerat war von 1998 bis 2007 Hans Hofmann. Seither scheiterte die Partei zwei Mal mit dem Versuch, den Sitz zurückzuholen: 2007 unterlag der damalige Nationalrat und heutige Bundesrat Ueli Maurer der Grünliberalen Diener, 2011 war Alt-Bundesrat Christoph Blocher gegen Diener und Gutzwiller chancenlos.

Die beiden Zürcher Ständeratssitze sind stark umkämpft. Bereits von ihren Parteien nominiert wurden Daniel Jositsch (SP), Ruedi Noser (FDP), Martin Bäumle (GLP) und und Maja Ingold (EVP). Die Grünen wollen Bastien Girod, die CVP will Barbara Schmid-Federer ins Rennen schicken. Beide Parteien haben aber noch keinen definitiven Entscheid gefällt. Die Ständeratswahl findet am 18. Oktober statt.

SDA/hvw

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