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«Ich arbeite lieber im Hintergrund»

Viola Amherd betont, dass auch die Schweiz sich bewegen müsse in der Beziehung zur EU. Foto: Franziska Rothenbühler

Sie haben beim SVP-Hearing klar weniger Stimmen erhalten als Ihre Kontrahentin Heidi Z’graggen. Was lief schief?

Warum?

Was unternehmen Sie in den verbleibenden Tagen, damit Sie die Wahl schaffen?

«Ich bin zuversichtlich, dass diese Kampagne richtig eingestuft wird.»

Sie waren mehr als die anderen Kandidierenden mit unvorteilhaften privaten Geschichten konfrontiert: umstrittene Notariatsgebühren, Rechts­händel wegen einer Miete und wegen Steuerabzügen. War dies ein Thema in den Hearings?

Jedenfalls zeichnen sie das Bild einer Person, für die Geld sehr wichtig ist. Ist das so?

Viel Kritik kommt aus Ihrer Heimat, dem Wallis. Das ist vor Bundesratswahlen unüblich. Wie erklären Sie sich das?

«Dass ich single bin, stört im Wallis niemanden. Wir leben hier nicht hinter dem Mond.»

Hat die Skepsis mit Ihrer ungewöhnlichen Lebensform zu tun? Man liest, Sie lebten mit Ihrer Schwester und deren Kind zusammen . . .

Bei der Bundesratswahl sind Sie Favoritin, weil Sie schon lange im Parlament sitzen, Ihre Konkurrentin aber von aussen kommt. Einverstanden?

In welchen wichtigen ­Geschäften haben Sie sich in den 13 Jahren als Nationalrätin prägend eingebracht?

«Mein Ziel ist immer eine nüchterne, rationale Politik.»

Aber in zentralen Themen – Europa, Altersvorsorge, ­Steuerstreit, Asyl – spielten Sie nie eine tonangebende Rolle.

Ist dann das Amt einer ­Bundesrätin das richtige?

Viele sehen Sie als linke ­CVP-Vertreterin und Heidi Z’graggen als bürgerlichere Alternative. Wie sehen Sie das?

«Wir müssen uns auch bewusst sein, wie sehr wir auf ausländische Fachkräfte angewiesen sind.»

Z’graggen sagte der NZZ, es brauche eine Debatte, wie viel Zuwanderung die Schweiz vertrage. Finden Sie das auch?

Im Rahmen der Personenfreizügigkeit mit der EU erfolgt die meiste Zuwanderung. Wie fällt Ihre Beurteilung hier aus?

Dann halten Sie die aktuelle Einwanderung von netto etwa 50'000 Personen im Jahr auch längerfristig für verkraftbar?

«Für mich ist klar, dass wir das Abkommen brauchen, um das Verhältnis zum wichtigsten Handelspartner zu festigen.»

Werden Sie dem UNO-­Migrationspakt zustimmen?

Der Bundesrat muss heute beschliessen, ob und wie es mit dem Rahmenabkommen mit der EU weitergeht. Wie würden Sie entscheiden?

Wären Sie bereit, Abstriche beim Lohnschutz zu machen?

«Mit Differenzen haben wir in der CVP Erfahrung.»

Sie wären die einzige CVP-­Bundesrätin. Welche Zukunft hat Ihre schrumpfende Partei?

Präsident Gerhard Pfister setzt zuweilen konservative Signale, die dem linksliberalen Flügel nicht passen. Wie ist Ihr ­Verhältnis zu ihm?