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Indonesischer Präsident eingeladen – trotz Hinrichtungen

Der kommende Bundespräsident Johann Schneider-Ammann will Joko Widodo in der Schweiz als Staatsgast willkommen heissen.

Soll in der Schweiz empfangen werden: Der indonesische Staatspräsident Joko Widodo bei seiner Rückkehr vom ASEAN-Gipfel (27. April 2015).
Soll in der Schweiz empfangen werden: Der indonesische Staatspräsident Joko Widodo bei seiner Rückkehr vom ASEAN-Gipfel (27. April 2015).
Yudhi Mahatma, Reuters

Bundesrat Johann Schneider-Ammann, der nächstes Jahr als Bundespräsident amten soll, hat den indonesischen Präsidenten Joko Widodo zu einem Staatsbesuch in die Schweiz eingeladen. Am Rand einer Tagung der Weltbank in Washington teilte Schneider-Ammann einer indonesischen Delegation am 18. April mit, er würde Widodo 2016 gerne in der Schweiz empfangen.

Schneider-Ammanns Kommunikationschef Noé Blancpain bestätigt in der «NZZ am Sonntag», dass der Wirtschaftsminister eine bestehende Einladung zu einem Staatsbesuch mündlich erneuert habe. Eine solche sei bereits an Widodos Vorgänger ergangen. «Sie gilt weiterhin.»

Weltweite Proteste nach Hinrichtung

Das sorgt für Irritationen, weil der indonesische Staatschef in der Nacht auf Mittwoch acht Drogenhändler hinrichten liess, was ihm weltweite Proteste eintrug. Das Aussendepartement (EDA) betont seine Bestürzung über die Vollstreckung der Todesurteile in Indonesien.

Bundesrat Didier Burkhalter habe das Thema Todesstrafe bei einem Besuch in Jakarta Mitte März angesprochen und die Haltung der Schweiz erklärt, sagt EDA-Sprecher Pierre-Alain Eltschinger gegenüber der «NZZ am Sonntag». Die Einladung für den Staatsbesuch habe unbesehen davon Bestand, «ein Zustandekommen ist jedoch von verschiedenen Faktoren abhängig», betont Eltschinger.

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