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Jeder Schweizer gibt jährlich 666 Dollar für Medikamente aus

Die Schweiz gehört zu den Ländern mit den höchsten Ausgaben für Arzneimittel. Einen Grund dafür sieht die OECD in der tiefen Generikaquote.

Populäre Griff zu Arzneimitteln: Die Medikamentenausgaben der Schweiz im Jahr 2013 lagen 30 Prozent über dem OECD-Schnitt. (Archiv)
Populäre Griff zu Arzneimitteln: Die Medikamentenausgaben der Schweiz im Jahr 2013 lagen 30 Prozent über dem OECD-Schnitt. (Archiv)
Peter Schneider, Keystone

Pro Einwohnerin und Einwohner betrugen die Medikamentenausgaben in der Schweiz 2013 kaufkraftbereinigt 666 Dollar. Sie lagen damit rund 30 Prozent über dem OECD-Schnitt und in etwa auf dem Niveau Deutschlands (678 Dollar), wie aus dem Bericht «Gesundheit auf einen Blick 2015» hervorgeht.

Noch höher waren die Kosten nur in den USA, in Japan, Griechenland und Kanada. Am anderen Ende der Skala liegt Dänemark mit Ausgaben von 240 Dollar pro Kopf. Die Ausgaben für Medikamente, die in Spitälern und anderen Pflegeeinrichtungen abgegeben werden, sind in den Zahlen der OECD nicht eingerechnet.

Die Organisation anerkennt zwar die Anstrengungen der Schweiz, um den Ausgabenanstieg bei Arzneimitteln zu bremsen. Allerdings sei hier 2013 nur jedes Sechste abgegebene Medikament ein Generikum gewesen, deutlich weniger als in den meisten Ländern. In der OECD insgesamt liegt der Generikaanteil bei 48 Prozent, in Deutschland und Grossbritannien bei 80 Prozent.

Um den Anstieg der Arzneimittelkosten zu begrenzen, empfiehlt die OECD der Schweiz, die Verschreibung und Abgabe von günstigeren Nachahmerpräparaten verstärkt zu fördern.

SDA/fal

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