Geldspielgesetz: Jungparteien ergreifen Referendum

Dass ausländische Onlinegeldspiele gesperrt werden sollen, passt den jungen FDPlern und Grünen nicht.

«Ein liberaler Graus»: Onlinespiele werden in der Schweiz zugelassen, aber nur von inländischen Casinos. (Archivbild)

«Ein liberaler Graus»: Onlinespiele werden in der Schweiz zugelassen, aber nur von inländischen Casinos. (Archivbild) Bild: AP Photo/Julie Jacobson/Keystone

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Die Jungparteien der FDP und Grünen wollen gegen das neue Geldspielgesetz gemeinsam das Referendum ergreifen. Ihnen ist es ein Dorn im Auge, dass ausländische Zocker-Webseiten gesperrt werden sollen.

«Wir werden das Referendum am 10. Oktober ergreifen», sagte Andri Silberschmidt, Präsident der Jungfreisinnigen, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte damit eine Meldung des «SonntagsBlick».

Der Nationalrat befasste sich am vergangenen Dienstag zum zweiten Mal mit der umfangreichen Vorlage. Mit dem revidierten Geldspielgesetz werden in der Schweiz auch Onlinespiele zugelassen. Anbieten dürfen diese aber nur Casinos mit Sitz in der Schweiz. Darauf haben sich die Räte geeinigt.

Ebenfalls einig wurden sich die Kammern, dass der Zugang zu illegalen ausländischen Onlinegeldspielen in der Schweiz gesperrt wird. Gemäss den beiden Jungparteien geht das Gesetz damit in die falsche Richtung: «Inhalte zu sperren, damit einzelne Anbieter in der Schweiz profitieren – in diesem Fall die Casinos –, ist ein liberaler Graus», sagt Silberschmidt im «SonntagsBlick». Als Nächster befasst sich der Ständerat wieder mit der Vorlage. (sda)

Erstellt: 17.09.2017, 14:06 Uhr

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