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Knatsch um den Begriff «SVP-Abschottungsinitiative»

Die SVP-Masseneinwanderungsinitiative sorgt für Unruhe. Bei den Bauern, aber auch beim Wirtschaftsverband Economiesuisse rumort es.

Die Kantonalverbände wenden sich gegen ihn: Markus Ritter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbands.
Die Kantonalverbände wenden sich gegen ihn: Markus Ritter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbands.
Peter Schneider, Keystone

Im Agrarkanton Thurgau kam es am Montagabend zum Showdown. 130 Bauern hatten sich versammelt, um das Duell zwischen Bauernverbandspräsident Markus Ritter (CVP) und SVP-Präsident Toni Brunner mitzuverfolgen. Mit 78 zu 45 Stimmen distanzierten sich die Thurgauer Bauern am Schluss deutlich von der Parole der schweizerischen Verbandsspitze. Diese beschloss bereits im Oktober klammheimlich ein Nein zur Masseneinwanderungsinitiative. Erst im Dezember veröffentlichte die Verbandsspitze diese Parole. Seither herrscht Zoff zwischen SVP-Bauern und der Verbandsspitze. Dort sitzt neben dem St. Galler CVP-Nationalrat Markus Ritter als Präsident auch der freisinnige Freiburger Nationalrat Jacques Bourgeois als Direktor. Beides Gegner der SVP und ihrer Initiative. Obwohl im Bauernverband Parteipolitik aus historischen Gründen verpönt ist, wirft Brunner Ritter und Bourgeois unumwunden vor, den Verband im Kampf gegen die Masseneinwanderungsinitiative parteipolitisch zu missbrauchen.

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