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Konzerne prüfen Exit aus der Schweiz

Der Volksentscheid vom 9. Februar beunruhigt internationale Unternehmen. Mehrere Konzerne haben Berater darauf angesetzt, die Verlegung ihres Hauptsitzes zu planen.

Länder wie Holland versuchen nun verstärkt, Firmen aus der Schweiz wegzulocken: Industriegebiet in Zug.
Länder wie Holland versuchen nun verstärkt, Firmen aus der Schweiz wegzulocken: Industriegebiet in Zug.
Gaëtan Bally, Keystone

Der Konzern ist im Energiesektor angesiedelt. Er geschäftet weltweit, rund 40'000 Angestellte arbeiten für ihn. Der Hauptsitz befindet sich im Grossraum Zürich. 40 bis 50 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, über die Hälfte stammt aus dem Ausland. In den Büros herrscht grosse Nervosität. «Wir haben die Anweisung bekommen, den Exit des Konzerns nach Irland auszuarbeiten», sagt ein Finanzexperte, der zurzeit im Auftrag eines grossen Beratungsunternehmens für den Konzern arbeitet. Er ist nicht der Einzige, der Überstunden anhäuft: Ein Dutzend Wirtschaftsanwälte, Buchprüfer und Steuerexperten sind eingebunden. Sie sollen aufzeigen, wie das Unternehmen die Schweiz möglichst steuerneutral verlassen kann. Allein diese Vorarbeiten werden den Konzern eine sechsstellige Summe kosten.

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