Millionen mit IV-Fällen, Cook-Verfahren, Geld für «Republik»

Das schreiben die Zeitungen am Sonntag. Der Überblick.

Schluss mit Fliegen: Der Konkurs von Thomas Cook dürfte auch die Schweizer Gerichte lang beschäftigen. Foto: Keystone

Schluss mit Fliegen: Der Konkurs von Thomas Cook dürfte auch die Schweizer Gerichte lang beschäftigen. Foto: Keystone

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Ärzte verdienen aufgrund von IV-Gutachten teils Millionen
Das berichtet der «SonntagsBlick» und beruft sich dabei auf eine Aufstellung des Bundesamtes für Sozialversicherung BSV, welche die Zeitung mittels Öffentlichkeitsgesetzes erhalten habe. Eine Auswertung der Zahlen zeige, dass die IV-Stellen die Aufträge für Gutachten extrem einseitig vergäben. Im Jahr 2018 bezahlten sie 683 Ärzte und Kliniken für die Erstellung von sogenannten monodisziplinären medizinischen IV-Gutachten. Insgesamt vergüteten die IV-Stellen dafür 29,5 Millionen Franken. Dabei hätten aber zehn Prozent der Gutachter rund 73 Prozent des gesamten Auftragsvolumens erhalten. Ein Berner Arzt habe seit dem Jahr 2012 sogar rund 3,1 Millionen Franken von verschiedenen IV-Stellen kassiert. Zwei weitere Mediziner hätten im gleichen Zeitraum je 1,9 Millionen Franken erhalten.

SP-Regierungsrätin Fehr verteidigt Umgang der Justizdirektion mit «Carlos»
«In der Strafanstalt Pöschwies haben sich die Mitarbeiter gegenüber ihm immer korrekt verhalten», sagte sie in einem Interview. Fest stehe zudem, dass «Carlos» sein Verhalten ändern müsse, und er dafür therapeutische Hilfe brauche, betonte die Politikerin. Nach der Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe und zu einer therapeutischen Massnahme relativiert Fehr zudem die hohen Kosten von 20'000 Franken für die Therapien von gefährlichen Straftätern «Das Geld ist vernünftig eingesetzt, weil jede Alternative teurer wäre», erklärte sie gegenüber der «NZZ am Sonntag». Entweder gäbe es weitere Opfer oder die Täter wären ihr ganzes Leben lang hinter Gittern, führte Fehr weiter aus. In der «SonntagsZeitung» erklärte dagegen der forensische Psychiater und langjährige Leiter der Klinik Königsfelden AG, Josef Sachs, dass er für eine Resozialisierung von «Carlos» wenig Erfolgschancen sehe.

Thomas Cook Schweiz: Ein riesiges Konkurs-Verfahren
«Bis jetzt sind mindestens 5150 Gläubigerforderungen eingegangen», sagte Adrian Gygax, stellvertretender Leiter des zuständigen Konkursamts im Kanton Schwyz, der «NZZ am Sonntag». Vermutlich seien es aber noch erheblich mehr. Die genaue Zahl würde derzeit erhoben, hiess es. Die Thomas Cook Schweiz hat ihren Sitz in Pfäffikon (SZ), und es wurde am 1. Oktober 2019 der Konkurs eröffnet. Die Mehrheit der Gläubiger stammten aus der Schweiz sowie aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Holland und Spanien. Thomas Cook Schweiz hatte unter anderem Pauschalreisen angeboten, die über das Internet verkauft worden waren. Beim wohl grössten Konkursfall der Schweiz, dem Untergang der Swissair, hatten rund 10'000 Gläubiger ihre Forderungen eingereicht - Thomas Cook Schweiz dürfte laut der Zeitung an diesen Wert herankommen.


Geld für die «Republik» Das Online-Magazin «Republik» kann laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» aufatmen. Die Zeitung schreibt, dass Investoren neues Geld einschiessen würden und der Weiterbetrieb damit auf absehbare Zeit ohne einschneidende Sparmassnahmen gesichert sei. Ursprünglich hatte das Medium in einer zweiten Finanzierungsrunde weitere Geldgeber gesucht, die eine Million Franken investieren würden. «Die zweite Finanzierungsrunde steht kurz vor dem Abschluss; erste Verträge sind unterschrieben. Wir werden darüber an der Generalversammlung im Dezember informieren und dann auch öffentlich kommunizieren», teilte «Republik»-Verwaltungsratspräsidentin Sylvie Reinhard auf Anfrage der Zeitung mit.

SVP-Politiker stört Demo gegen Rassismus
Ein Politiker der SVP war laut dem «SonntagsBlick» bei Störungen einer Demonstration gegen Rassismus aktiv involviert. Die Zeitung beruft sich dabei auf Akten der Schwyzer Kantonspolizei und schreibt, dass ein Vorstandsmitglied einer Schwyzer SVP-Sektion einen linken Aktivisten mit einem Pfefferspray angegriffen habe. Dies geschah laut der Meldung bereits Ende März an einer Demo gegen Rassismus in Schwyz. Die Kundgebung war eine Reaktion auf den Ku-Klux-Klan-Aufmarsch an der dortigen Fasnacht. Am Rande der linken Demo rotteten sich 40 Rechtsextreme zusammen. Sie hätten gegen Teilnehmer der Kundgebung gepöbelt, und es zu Schlägereien zwischen den verfeindeten Lagern gekommen. Der SVP-Politiker wollte sich gegenüber der Zeitung zu den Vorwürfen nicht äussern.

Rossier soll Moskauer Posten bald verlassen
Der Schweizer Botschafter in Moskau, Yves Rossier, räumt laut dem «SonntagsBlick» seinen Posten. Er werde im Jahr 2021 weiterziehen. Wohin, sei momentan noch offen, hiess es aus dem EDA. Auf Rossier folge Krystyna Marty Lang, die als Russland-Expertin gelte.

Zentralisierung bei SRF
Die Leitung von Schweizer Radio und Fernsehen SRF hat laut der «SonntagsZeitung» (zu allen Artikeln der «SonntagsZeitung») eine weitere Zentralisierung beschlossen. Die Zeitung schreibt auch in einem weiteren Artikel, dass die beiden Discounter Lidl und Aldi in der Schweiz den Vaterschaftsurlaub verdoppeln. Ebenfalls in der «SonntagsZeitung» erscheint ein Bericht über den Vatikan. Demnach habe Papst Franziskus wegen eines fragwürdigen Immobiliengeschäfts eine Razzia angeordnet. (sda)

Erstellt: 10.11.2019, 08:38 Uhr

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