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12 Franken pro Liter Benzin

Autofahren soll zum absoluten Luxus werden, fordert ETH-Professor Toni Gunzinger. Beifall für seinen «Plan B» erhält er von unerwarteter Seite.

Der faire Benzinpreis liege bei 10 bis 12 Franken pro Liter. Das sagt Toni Gunzinger, renommierter Elektroingenieur und Professor an der ETH Zürich, gegenüber dem «Sonntag». Damit überbietet Gunzinger sogar die geplante Ökosteuer von Eveline Widmer-Schlumpf. Bis auf fünf Franken würde der Benzinpreis bis 2050 steigen. Für Gunzinger wäre dies aber viel zu wenig.

Positive Reaktionen hat der Professor für sein Modell bereits erhalten. Kürzlich präsentierte er der FDP-Sektion Zürich seine Vision. Danach stimmte zu seiner eigenen Überraschung ein Drittel der Anwesenden einer Preiserhöhung auf 12 Franken pro Liter zu.

Zahlreiche Kostenfaktoren

Gunzingers sogenannter Plan B besagt, dass Güter wie Wasser, Luft oder Ruhe allen gehören. Für sie soll ein fairer Preis ausgehandelt werden. Wer zu viel von den Ressourcen nutzt, zahlt. Wer sie schont, profitiert. Den Benzinpreis von rund 12 Franken errechnet Gunzinger aus dem heutigen Benzinpreis pro Liter sowie Investitionen und Unterhalt für Strassen.

Auch allfällige Unfallkosten und Abgeltungen wegen des verursachten Lärms der Staus und des CO2-Ausstosses sind enthalten. So kommt Gunzinger auf einen Preis von 11.62 Franken pro Liter, der über die nächsten 15 Jahre schrittweise eingeführt werden soll. Das hat laut Gunzinger vor allem positive Folgen. Auf unnötige Fahrten würde verzichtet. So gäbe es viel weniger Staus, und neue Elektrofahrzeuge würden gefördert.

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