Zum Hauptinhalt springen

20 Jahre Verkehrspolitik sind gefährdet

Für den Bau einer zweiten Gotthardröhre gibt es zu wenig Argumente. Jedenfalls dann, wenn man am Alpenschutz festhalten will – und für die eigene Region Geld benötigt.

Ein Auto fährt am Nordportal in Göschenen in den Gotthardstrassentunnel der Autobahn A2 ein. Foto: Urs Jaudas
Ein Auto fährt am Nordportal in Göschenen in den Gotthardstrassentunnel der Autobahn A2 ein. Foto: Urs Jaudas

Logik geht so: Zuerst ist da ein ­Problem, dann findet man die Mittel, um es zu lösen. Es muss einen stutzig machen, wenn diese Kausalkette auf einmal umgedreht wird.

Seit den 90er Jahren arbeiten das Transportgewerbe und sein politischer Anhang auf einen zweiten Strassen­tunnel am Gotthard hin. Im Jahr 2004 sagte das Volk bei der Avanti-Abstimmung ein erstes Mal Nein, am kommenden 28. Februar stimmen wir erneut darüber ab. Der Wunschtraum ist derselbe geblieben, gewechselt hat die Begründung. Vor zwölf Jahren noch wollte man primär ein Nadelöhr auf der Nord-Süd-Achse beseitigen. Jetzt soll die zweite Röhre ein «Sanierungs­tunnel» sein, der den Verkehrsfluss gewährleistet, wenn der alte, ­be­stehende Tunnel renoviert wird.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.