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«Die Erfolge der Populisten haben unsere Wähler aufgeschreckt»

Der Freiburger Ständerat Christian Levrat steht seit bald elf Jahren an der Spitze der SP. Foto: Nicole Philipp

Die SP politisiert aktuell recht erfolgreich. Trotzdem jammern Sie ständig über die Dominanz der rechten Parteien in Bundesbern. Alles nur Show?

Bei wichtigen Entscheiden wie dem Energiegesetz oder der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative hat aber fast immer Mitte-links gewonnen.

Der SVP-Fraktionschef hat den Ständerat schon «Kammer des Sozialismus» genannt. Weil Sie und die SP dort zusammen mit der CVP so dominant auftreten würden.

Die SP ist im Ständerat so stark wie noch nie. Jetzt tritt die Hälfte ihrer Vertreter nicht mehr an. Wie wollen Sie einen Machtwechsel verhindern?

Was ist also Ihr Ziel für den Ständerat?

Parmelin wird mehr Verständnis für das Thema Lohnschutz zeigen als sein Vorgänger.

Entscheidend ist die Mobilisierung der Wähler. Was ist von der SP zu erwarten? 2015 hat sie in den Wahlkampf per Telefon investiert.

Ausserdem hat die SP in den letzten kantonalen Wahlen meist zulegen können. Da müssen doch national mehr als die bisherigen 18,8 Prozent Wähleranteil das Ziel sein?

Das heisst, wenn die SP diese Ziele nicht erreicht, treten Sie als Parteipräsident ab?

Das Rahmenabkommen ist ein Steilpass für die SVP. Wie wollen Sie verhindern, dass bis zu den Wahlen nur darüber diskutiert wird?

Was schlagen Sie darum vor?

Im Sommer weigerten sich die Gewerkschaften, an solchen Gesprächen teilzunehmen.

Wieso glauben Sie, dass sich die Sozialpartner ausgerechnet unter der Vermittlung eines SVP-Bundesrates einigen?

Ebenfalls mitten im Wahlkampf findet das Referendum zum AHV-Deal statt. Viele Linke haben unterschrieben.

In vielen europäischen Staaten haben die Sozialdemokraten zuletzt heftige Niederlagen erlitten. Mit Ihnen sprechen wir über Sitzgewinne. Warum?

Mit ihrem Kurs sorgt die SP ebenso wie die SVP dafür, dass die Politik immer stärker polarisiert wird. Das bringt unser System an seine Grenzen.