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DSI: 20 Prozent wechselten das Lager

Die Durchsetzungsinitiative war vielen zu extrem – und beim Gotthard spielten Nutzenkalküle. Teil 1 der Abstimmungsstudie in Kooperation mit der Forschungsstelle Sotomo.

Durchsetzungsinitiative

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  • Einen Generationenkonflikt gab es bei der DSI nicht. Denn in keiner der hier ausgewiesenen Altersklassen fand sich eine Mehrheit zum SVP-Volksbegehren. Die grösste Zustimmung ist in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen zu verzeichnen, während die jungen Stimmbürger und Stimmbürgerinnen die Vorlage am deutlichsten ablehnten. Anders als bei der Ausschaffungsinitiative war die Zustimmung der älteren Bevölkerung nicht überdurchschnittlich.
  • Wie schon bei anderen, ähnlich gelagerten Vorlagen haben Männer der DSI stärker zugestimmt als Frauen.
  • Angesichts dessen, dass die Vorlage keine ökonomischen Interessen tangierte, überrascht zudem nicht, dass das Einkommen nur eine geringfügige Rolle spielte. Tiefere Einkommensschichten wiesen tendenziell eine grössere Zustimmungsrate auf. Aber das dürfte im Wesentlichen daran liegen, dass tiefere Einkommensschichten generell öfter SVP wählen.
  • Hingegen ist ein Bildungsgraben auszumachen. Mit steigendem Bildungsstand nimmt die Ablehnung der Initiative deutlich zu. Dies schlägt sich ausserdem auch im Stimmverhalten nach Erwerbssituation nieder: Studenten und Schüler waren die entschiedensten Gegner der Initiative.

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