2017 startet der automatische Datenaustausch

Für Steuerbetrüger wird es eng: 51 Staaten haben sich zur Einführung des automatischen Austauschs von Steuerdaten verpflichtet. Die Schweiz will nachziehen.

Die Teilnehmer sprechen von einem «Meilenstein» im Kampf gegen Steuerhinterziehung: Das Abkommen wird unterzeichnet. (29. Oktober 2014)

Die Teilnehmer sprechen von einem «Meilenstein» im Kampf gegen Steuerhinterziehung: Das Abkommen wird unterzeichnet. (29. Oktober 2014) Bild: AFP

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Mit dem am Mittwoch in Berlin unterzeichneten Regelwerk verpflichten sich die 51 Staaten, sich von Herbst 2017 an gegenseitig über Auslandskonten von Privatpersonen zu informieren. Durch den automatischen Informationsaustausch soll es für Steuerbehörden einfacher werden, Geldströme ins Ausland zu kontrollieren und so Steuerflucht weiter einzudämmen.

Die Schweiz hat das Abkommen nicht mitunterzeichnet, unterstützt das Regelwerk aber. Es wurde vom sogenannten Global Forum ausgearbeitet, einer von der OECD initiierten Vereinigung, der 122 Länder angehören, auch die Schweiz. Sie will ein Jahr später nachziehen. Ab 2017 soll mit der Erhebung von Kontodaten ausländischer Steuerpflichtiger begonnen werden, ab 2018 soll ein erster Datenaustausch stattfinden können. Dies unter Vorbehalt, dass das Parlament und - wenn nötig - das Volk den notwendigen Gesetzen und Abkommen rechtzeitig zustimmen.

«Druck auf die Schweiz hat abgenommen»

Dieser Zeitplan der Schweiz wird von den anderen Staaten akzeptiert. «Der Druck auf die Schweiz hat abgenommen. Der vom Bundesrat angekündigte Zeitplan wurde von den anderen Ländern sehr gut aufgenommen», sagte Botschafter Fabrice Filliez, Chef der Schweizer Delegation.

Zu den Nachzüglern, die das Regelwerk ein Jahr später umsetzen wollen, zählen auch andere Länder. «Wir sind in guter Gesellschaft mit der Hälfte der G20-Länder, mit Hongkong oder Singapur», sagte Filliez. (ldc/sda)

Erstellt: 29.10.2014, 17:27 Uhr

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