24'000 Versicherte bezahlten falsche Prämienbeträge

Kunden mit Krankenzusatzversicherungen bei der Groupe Mutuel haben zum Teil zu hohe oder zu tiefe Prämien einbezahlt. Die Krankenkasse korrigiert nun in tausenden von Fällen die Prämienforderungen.

Einen Gesamtbetrag von maximal 9 Millionen Franken falsch verrechnet: Das Logo von Groupe Mutuel vor dem Sitz des Unternehmens in Martigny. (29. Mai 2008)

Einen Gesamtbetrag von maximal 9 Millionen Franken falsch verrechnet: Das Logo von Groupe Mutuel vor dem Sitz des Unternehmens in Martigny. (29. Mai 2008) Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Eidgenössische Finanzaufsichtsbehörde Finma klopfte Groupe Mutuel auf die Finger: Der Versicherer korrigiert nun in 24'000 Fällen die Prämienforderungen. 9000 Kunden hätten zu hohe Prämien bezahlt, schrieb die Finma am Donnerstag in einem Communiqué. 15'000 Kunden lagen unter den von der Behörde genehmigten Tarifen. Groupe Mutuel habe nicht genehmigte Prämien vermarktet und verrechnet und somit die Anweisungen der Finma missachtet.

Der Versicherer stellte in einer Mitteilung klar, dass die Prämien für 2014 rückwirkend ab dem 1. Januar korrigiert würden. Prämienleistungen aus den Jahren 2003 bis 2013 würden derzeit überprüft. Prämiendifferenzen würden zurückbezahlt.

Unternehmen-Rahmenverträge betroffen

Laut Groupe Mutuel sind von den falsch in Rechnung gestellten Prämien Mitarbeiter und deren Familien betroffen, aber auch Kunden, die Verträge über ihren Arbeitgeber abgeschlossen haben. Die über Unternehmen-Rahmenverträge Versicherten konnten laut Groupe Mutuel ermittelt werden. Alle Betroffenen würden persönlich informiert.

Der Versicherer gab an, dass bei ihm über 1,2 Millionen Personen zusatzversichert seien. Der Anteil der durch die falschen Prämien betroffenen Kunden betrage 0,75 Prozent, womit sich der Gesamtbetrag für die geprüften Jahre auf maximal 9 Millionen Franken belaufe.

Für die Zukunft passt die Groupe Mutuel bei etwa 15'000 Personen die Rahmenvereinbarungen an. Für möglicherweise 3700 Einzelversicherte bedeutet dies per 1. Januar höhere Prämien. Vorher muss die Finma die Tarife noch bewilligen. (rub/sda)

Erstellt: 24.07.2014, 14:33 Uhr

Artikel zum Thema

«Man will uns zum Sündenbock machen»

Die Groupe Mutuel sei nicht schuld an der Spaltung der Krankenkassenbranche: Das sagt ihr CEO Thomas Grichting im Interview und greift die Konkurrentinnen CSS, Helsana und Sanitas an. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blog

Vergleichsdienst

Mit unserem Vergleichsdienst finden Sie die geeignete Krankenkasse.
Jetzt vergleichen.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Gespenstische Stimmung: Ein Vogel fliegt während des letzten Vollmondes des Jahres über den Statuen der Katholischen Hofkirche in Dresden. (12. Dezember 2019)
(Bild: Filip Singer) Mehr...