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25'000 feiern Christus in Bern

Tausende evangelische Gläubige aus der ganzen Schweiz haben am Sonntag den siebten Christustag gefeiert. Für Wirbel sorgte dabei die umstrittene Jugendorganisation JMEM.

25'500 Personen pilgertem am Sonntag ins Stade de Suisse - laut den Organisatoren zu 94% mit den ÖV. Lediglich 380 Autos seien nach Bern gekommen.
25'500 Personen pilgertem am Sonntag ins Stade de Suisse - laut den Organisatoren zu 94% mit den ÖV. Lediglich 380 Autos seien nach Bern gekommen.
Walter Pfäffli
Auf die Besucher wartet ein Monsterprogramm: 650 Beteiligte halfen mit, den Christustag zu planen.
Auf die Besucher wartet ein Monsterprogramm: 650 Beteiligte halfen mit, den Christustag zu planen.
Walter Pfäffli
Letztes Jahr platzte der St. Jakobs Park aus allen Nähten.
Letztes Jahr platzte der St. Jakobs Park aus allen Nähten.
Walter Pfäffli
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Im Stade de Suisse priesen sie gemeinsam den Herrn und schöpften Kraft für die Bewältigung des Alltags in Zeiten der Wirtschaftskrise. Die göttliche Fürsorge war das Thema des ersten Christustags seit sechs Jahren. Als Leitspruch diente den Gläubigen das Motto auf der Randprägung des Fünflibers: «Dominus providebit» (Der Herr wird versorgen).

«Es heisst providebit, nicht Profit In It», rief einer der vielen Redner am Sonntagmorgen in die Menschenmenge. Es gebe wichtigere Werte als den schnöden Mammon, wurde im Verlauf der Predigten und Kurzansprachen immer wieder betont. Der Tag wurde gemeinsam von Landeskirche und Freikirchen getragen: In die Organisation teilten sich der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK), die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) und der Verband evangelischer Freikirchen und Gemeinden (VFG).

Beim letzten Christustag vor sechs Jahren war der Basler St. Jakob Park aus allen Nähten geplatzt. Für das Treffen in Bern führten die Veranstalter deshalb einen – unter Gläubigen nicht unumstrittenen – Vorverkauf ein.

Fünfliber für die Politiker

22'000 Tickets zu Preisen zwischen 10 und 65 Franken wurden so abgesetzt. An der Tageskasse wurden nach Angaben der Veranstalter nochmals 3500 Tickets verkauft. Das Stade de Suisse war also nicht ganz voll.

Das Programm war geprägt von Ansprachen, viel Musik und verschiedenen Aktionen. So wurde mit einer riesigen Fünfliber-Kollekte das Motto des Tages auf den Rasen geschrieben: Dominus providebit.

In einer Erklärung wurden zudem Bundesrat und eidgenössische Räte aufgefordert, «in ihrem Handeln den Glauben als Grundlage zu nehmen und die Schwachen besonders zu schützen». Alle Bundesräte, National- und Ständeräte sollen die Erklärung zusammen mit einem Fünfliber zugeschickt erhalten – «als Dank für ihre Arbeit».

Wirbel um JMEM

Für Wirbel hatte im Vorfeld der Veranstaltung die Teilnahme der umstrittenen Organisation «Jugend mit einer Mission» (JMEM) gesorgt. Die Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens (SF) hatte darauf hingewiesen, dass die JMEM junge Menschen für gefährliche Missionseinsätze etwa in Afghanistan und Pakistan rekrutiert. Die Organisatoren des Christustags hatten die Kritik zurückgewiesen und die JMEM als «ganz normale Missionsorganisation» bezeichnet.

SDA/jek

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