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30 Fragen verraten potenzielle Amokläufer

Die Software Dyrias soll Schulen helfen, Amokläufer vor der Bluttat zu erkennen. In Zürich, Basel-Stadt, Solothurn und St. Gallen ist sie bereits im Einsatz.

Bevor ein Jugendlicher zum Amokläufer wird, glaubt Jens Hoffmann, Leiter des Instituts Psychologie und Bedrohungsmanagement in Darmstadt, gibt es oft eindeutige Signale. Werden diese frühzeitig erkannt, lassen sich Gewalttaten möglicherweise verhindern. Zu diesem Zweck hat der deutsche Kriminalpsychologe ein Computerprogramm zur Risikoeinschätzung von potenziell gefährlichen Schülern und ehemaligen Schülern entwickelt. Es heisst Dynamisches Risikoanalyse-System, kurz Dyrias.

Zürich hat Dyrias im Jahr 2009 als erste europäische Stadt in einem Präventionsprojekt getestet; seit September 2010 ist es definitiv implementiert. Auch in Basel-Stadt, Solothurn und St. Gallen nutzen Fachleute – unter ihnen Polizisten, Lehrer und Schulpsychologen – das Programm des Deutschen. In Luzern findet im März ebenfalls ein Dyrias-Ausbildungsseminar statt. Dieses ist neben dem Erwerb einer Lizenz Voraussetzung für die Nutzung des Programms. Laut Hoffmann haben auch andere Kantone Interesse an Dyrias angemeldet.

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