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30 Sekunden bis zur Meinung

Erich Hess ist der rechteste Parlamentarier, trotzdem finden ihn Berner «gmögig». Wie geht das?

Populistisch, aber ohne grossen Plan: Erich Hess im Berner Rathaus, wo der Grosse Rat und der Stadtrat tagen. Foto: Keystone
Populistisch, aber ohne grossen Plan: Erich Hess im Berner Rathaus, wo der Grosse Rat und der Stadtrat tagen. Foto: Keystone

Erich Hess wusste, dass blöde Sprüche kommen würden, wenn er erstmals mit dem Elektrotrottinett beim Bundeshaus vorfährt. Deshalb lacht er bloss laut, als ihm ein Parlamentarierkollege zuruft: «Machst du jetzt einen auf E-Mobilität?»

Hess, 37 Jahre alt, ist SVP-Politiker, die E-Mobilität zählt nicht gerade zu den Kernanliegen seiner Partei. Aber das, was ihm der Kollege nahelegt, nämlich «auf Diesel und Schweröl» umzuschwenken, «das würde besser zu dir passen» – das ist in diesem Fall einfach nicht praktikabel. Hess hat sich eingehend mit dem Problem beschäftigt, dem er seit dieser Woche ausgesetzt ist, er hat alles versucht, um möglichst schnell vom Rathaus in der unteren Berner Altstadt zum Bundeshaus zu gelangen: Auto, Bus, Velo. Auch zu Fuss ist er gegangen, hat jedes Mal die Zeit gestoppt, am Ende gab es einen klaren Sieger: das Elektrotrottinett. Mit ihm schafft er die 800-Meter-Strecke in zweieinhalb Minuten.

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