3500 Einbürgerungen weniger im Jahr

Wegen der Revision des Bürgerrechts könnte die Zahl der Einbürgerungen in der Schweiz drastisch sinken. Dies zeigt eine neue Studie der Kommission für Migrationsfragen.

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Die Zahl der Einbürgerungen könnte in den nächsten Jahren deutlich zurückgehen. Dies wegen der Revision des Bürgerrechtsgesetzes. Die Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen (EKM) geht davon aus, dass jährlich rund 3500 Personen weniger eingebürgert würden.

Zwar soll ein Gesuch schon nach acht und nicht erst nach zwölf Jahren gestellt werden können. Das würde nach Angaben der EKM zu zusätzlichen 1500 Einbürgerungen führen. Allerdings sollen nur noch Personen mit einer Niederlassungsbewilligung (C-Ausweis) eingebürgert werden können, was 5000 Einbürgerungen weniger pro Jahr zur Folge hätte.

Nationalrat berät im Herbst

2011 waren knapp 38'000 Personen eingebürgert worden. Der Nationalrat berät die Totalrevision des Bürgerrechtsgesetzes in der kommenden Herbstsession.

Die EKM hat in einer heute vorgestellten Studie die Einbürgerungszahlen der letzten 20 Jahre analysieren lassen. Diese kommt unter anderem zum Schluss, dass die Einbürgerungsquote auf dem Land deutlich tiefer ist als in Städten. (Detaillierte Informationen finden Sie in der Bildstrecke.)

Die Ergebnisse der Studie bestärken die EKM in ihrer Forderung nach einem Systemwechsel im Einbürgerungsverfahren, wie Präsident Walter Leimgruber vor den Bundeshausmedien sagte. Ein modernes Einbürgerungsverfahren müsse statt von Bund, Kantonen und Gemeinden auf einer einzigen Stufe behandelt werden. Zudem fordert die EKM einheitliche, transparente Kriterien und die automatische Einbürgerung für Ausländerinnen und Ausländer ab der zweiten Generation. (wid/sda)

Erstellt: 21.08.2012, 15:17 Uhr

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