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50 Millionen für die Geschwindigkeitsüberwachung

Die SBB ersetzten bis 2017 ihre bestehende Zugsicherung. In Airolo TI wurde der erste Standort des neuen Systems eingeweiht. Dieses soll für mehr Sicherheit und für höhere Kapazität sorgen.

Unscheinbares gelbes Kästchen: In Airolo TI wird der erste ETCS-Punkt montiert. (13. Juli 2012)
Unscheinbares gelbes Kästchen: In Airolo TI wird der erste ETCS-Punkt montiert. (13. Juli 2012)
Keystone

Die SBB hat in Airolo TI den ersten von rund 11'000 ETCS-Standorten in Betrieb genommen. Das neue Zugsicherungssystem löst das bestehende System ab. Bis Ende 2017 sollen die 300 Millionen Franken teuren Arbeiten abgeschlossen sein. ETCS steht für «European Train Control System». Die «zukunftsweisende und europäisch standardisierte Technologie» sorgt gemäss einer Mitteilung der SBB einerseits für eine Vereinfachung im Netzzugang für den grenzüberschreitenden Bahnverkehr in Europa. Andererseits sei ETCS Basis für eine künftige Steigerung der Sicherheit, Kapazität und Zuverlässigkeit im Bahnverkehr.

Der erste ETCS-Standort in Airolo wurde im Beisein von Vertretern der SBB, des Bundesamts für Verkehr (BAV) sowie den Industriepartnern Siemens Schweiz und Thales eingeschaltet. Bis Ende 2017 werden sämtliche rund 11'000 streckenseitig montierten alten Signalpunkte des Typs «Signum» und «ZUB» durch ETCS ersetzt. Dazu werden im Gleis gelbe so genannte ETCS-Balisen montiert.

Diese können von alten und neuen Fahrzeugen gelesen und ausgewertet werden, weil sie neben der ETCS-Überwachung auch die bisherigen SIGNUM- und ZUB-Überwachung enthalten. Die ETCS-Technologie mit Führerstandssignalisierung wird heute bereits auf den Hochleistungsstrecken Mattstetten-Rothrist und im Lötschberg-Basistunnel eingesetzt. Damit können Züge trotz Tempo 200 im Abstand von zwei Minuten fahren.

50 Millionen für die Geschwindigkeitsüberwachung

Ziel der SBB ist es, in einem zweiten Schritt ab dem Jahr 2025 das ganze Schweizer Normalspurnetz mit ETCS Level 2 auszurüsten. Dieses erlaubt es, Fahrinformationen direkt in den Führerstand des Lokführers zu übertragen. Neben Sicherheit und Zuverlässigkeit könnten damit auch die Kapazitäten im Schienenverkehr weiter erhöht werden, schreibt die SBB.

Neben dem Ersatz der älteren Zugsicherungssysteme will die SBB rund 1700 Signale mit einer Geschwindigkeitsüberwachung ausrüsten. Kostenpunkt bis ins Jahr 2020: 50 Millionen Franken. 30 Millionen steuert die SBB durch Effizienzsteigerungen bei, die restlichen 20 Millionen werden über die Leistungsvereinbarung der Jahre 2017-2020 zwischen dem Bund und BAV finanziert.

SDA/kpn

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