5488 Unterschriften gegen Schengen-Abkommen

Die Kriminalität im Tessin sei extrem, sagt die SVP des Kantons. Sie fordert das Abkommen mit der EU über offene Grenzen zu kündigen. In Bern wurde eine entsprechende Petition eingereicht.

Die Einführung von Schengen Ende 2008 hatte laut der SVP negative Folgen für das Tessin: Die Grenze zu Italien in Chiasso.

Die Einführung von Schengen Ende 2008 hatte laut der SVP negative Folgen für das Tessin: Die Grenze zu Italien in Chiasso. Bild: Keystone

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Die Tessiner SVP fordert, dass die Schweiz das Schengen-Abkommen über offene Grenzen mit der EU kündigt. Sie reichte am Freitag in Bern eine Petition mit 5488 Unterschriften ein, um ihre Forderung zu unterstreichen.

Mit der Einführung von Schengen Ende 2008 sei die Kriminalität im Tessin rapide angestiegen, begründete der Tessiner SVP-Grossrat Eros Mellini das Anliegen bei der Einreichung bei den Parlamentsdiensten. Die Kriminalität im Tessin sei «extrem».

Die SVP Schweiz unterstütze das Anliegen. Gemäss Mellini könnte die Petition möglicherweise der Startschuss für eine Initiative gegen Schengen auf nationaler Ebene sein.

Da die SVP Schweiz derzeit aber an mehreren Fronten beschäftigt sei, könne es auch sein, dass eine andere patriotische Organisation wie die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) die Aufgabe übernehmen werde, sagte Mellini. (wid/sda)

Erstellt: 21.02.2014, 17:11 Uhr

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