57 Prozent sind für das Waffengesetz

Politologen rechnen mit einer Annahme der EU-Waffenrichtlinie und auch der AHV-Steuer-Vorlage.

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Der Abstimmungssonntag rückt näher: Am 19. Mai entscheiden die Stimmberechtigten über die AHV-Steuer-Vorlage und über das Waffengesetz. Äusserst stabil fallen die Werte zur Steuerreform und AHV-Finanzierung aus: Seit der ersten Tamedia-Umfrage beträgt der Ja-Anteil konstant 61 bis 62 Prozent. Aber: Der Nein-Anteil ist laufend gewachsen. Von 30 auf nun 36 Prozent bei der dritten und letzten Umfrage. Daran haben rund 13'000 Personen Anfang Mai teilgenommen.

Der verantwortliche Politologe Fabio Wasserfallen erklärt diesen Anstieg mit mit den zuvor noch unentschlossenen Befragten, die nun zu einem Nein tendieren. Das Wachstum bewege sich dabei im üblichen Rahmen. Aussergewöhnlicher sei hingegen, dass der Ja-Anteil über alle drei Umfragen hinweg derart konstant blieb. Am grössten ist die Zustimmung mit 77 Prozent bei der Wählerschaft der FDP und mit 75 Prozent bei der CVP. Eher dagegen ist die Basis der SVP mit 51 Prozent Nein-Anteil.

Auch die Wähler der Grünen äussern sich eher ablehnend gegen die AHV-Steuer-Vorlage – wobei sieben Prozent von ihnen noch unentschlossen sind. Bei der zweiten Umfrage Ende April hatte die Vorlage noch bei allen Anhängern der grossen Parteien eine Mehrheit gefunden. Trotz des gestiegenen Nein-Anteils rechnet Wasserfallen nach wie vor mit einer Annahme der Vorlage. Gerade wegen des von Anfang an hohen und stabil gebliebenen Ja-Anteils.

Teilnehmer am Morgartenschiessen 2018. Foto: Keystone

Beim Waffengesetz ist das Lager der Befürworter weiter gewachsen: 57 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus. Mit 84 Prozent Nein-Anteil kämpft die SVP nach wie vor alleine auf weiter Flur gegen die Vorlage. «Die SVP ist in ihrem Wahlkampf sehr diszipliniert», sagt Fabio Wasserfallen. Es werde sich noch zeigen, ob es der Partei gelingt, auch ausserhalb der eigenen Reihen die Wählerschaft zu ihren Gunsten zu mobilisieren.


Den Streit um das Waffenrecht verstehen

Am 19. Mai stimmen wir über das verschärfte Waffenrecht ab. Was die Abstimmung für den Besitz von Waffen bedeutet und welche Auswirkungen ein Nein für die Schweizer hätte. Video: Lea Koch, Nicolas Fäs (Redaktion Tamedia)

Erstellt: 08.05.2019, 06:06 Uhr

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