AKW-Gegner fordern Stresstest für Mühleberg

Das Berner Atomkraftwerk soll sich den Tests der Europäischen Union unterziehen, verlangen Anti-AKW-Gruppierungen. Zudem solle man Mühleberg sofort abstellen.

Ist zum Zankapfel geworden: AKW Mühleberg.

Ist zum Zankapfel geworden: AKW Mühleberg. Bild: Keystone

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Das AKW Mühleberg soll sich dem Stresstest der EU unterziehen. Das fordern die Beschwerdeführer gegen die unbefristete Betriebsbewilligung in einer neuen Eingabe, die sie am Freitag publik gemacht haben.

Die schweizerische Kernenergie-Gesetzgebung fordere ausdrücklich die Umsetzung aller Schutzmassnahmen nach internationalen Grundsätzen, heisst es zur Begründung. Das bedeute, dass Mühleberg auch europäischen Standards genügen müsse, wie sie im EU-Stresstest zur Anwendung kämen.

BFE: Tests dauern zu lange

Das Bundesamt für Energie hatte Mitte März erklärt, die fünf Schweizer AKWs müssten nicht am EU-Test teilnehmen: Das würde zu lange dauern. Die Schweizer Atomaufsicht-Behörde ENSI will schon im Mai bekanntgeben, wie sie die bis Ende März eingereichten Sicherheitsberichte der Schweizer AKW-Betreiber beurteilt.

Die Mühleberg-Gegner haben ihre Forderung nun beim Departement Leuthard, beim Bundesverwaltungsgericht und beim ENSI deponiert. Bereits vor zehn Tagen hatten sie das Energiedepartement aufgefordert, Mühleberg aus Sicherheitsgründen sofort abzustellen.

Fribourger Grossräte lancieren Vorstoss

Das fordern auch 16 Freiburger Grossräte in einem parlamentarischen Vorstoss. Die Freiburger Regierung solle sich beim Bundesrat für den Entzug der Mühleberg-Betriebsbewilligung einsetzen und damit die Interessen der Freiburger Bevölkerung in den Alarmzonen 1 und 2 wahren. (miw/sda)

Erstellt: 01.04.2011, 16:27 Uhr

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