Abstimmungsresultat treibt Hunderte auf die Strasse

Nach dem Ja zur SVP-Initiative kam es in mehreren Städten zu spontanen Demonstrationen. In Zürich zogen etwa 1000 Menschen durch die Strassen, es gab vereinzelte Sachbeschädigungen.

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Hunderte Demonstranten machten ihrer Wut über das Abstimmungsresultat auf der Strasse Luft. In Zürich versammelten sich laut der Stadtpolizei rund 500 Menschen am Helvetiaplatz. Kurz vor 20 Uhr setzte sich der unbewilligte Demozug durch den Stadtkreis 4 in Bewegung. Die Demonstranten skandierten Slogans und trugen Transparente mit Aufschriften wie «Für eine offene Schweiz».

Die Demoteilnehmer verhielten sich weitgehend friedlich, einzelne zündeten jedoch Feuerwerk, brachten Sprayereien an und warfen Steine gegen Gebäude. Es entstanden Sachschäden von mehreren tausend Franken. Bei der Gessnerbrücke riegelten ein Wasserwerfer und Polizisten in Kampfmontur den Weg in die Innenstadt ab. Der Umzug drehte danach Richtung Stauffacher ab.

Die Kundgebung, die sich kurz nach 21 Uhr auflöste, sorgte vorübergehend für Verkehrsbehinderungen. Aufgerufen hatten zur Demonstration verschiedene Organisationen, darunter Jungsozialisten und Junge Grüne.

Keine Zwischenfälle in Luzern

Auch in Luzern haben rund 300 vorwiegend jugendliche Menschen an einer spontanen Kundgebung gegen die Annahme der SVP-Zuwanderungsinitiative teilgenommen. An der von der Polizei kurzfristig bewilligten Veranstaltung gab es vorerst keine Zwischenfälle.

Die Kundgebungsteilnehmenden hatten sich um 19 Uhr auf dem Bahnhofplatz versammelt und bewegten sich anschliessend mit Sprechchören durch die Innenstadt. Dabei trugen sie Transparente mit Aufschriften wie «Bleiberecht für alle überall» und «Wir schämen uns» mit sich.

In Bern beteiligten sich geschätzte 500 bis 600 Menschen an einer per Facebook einberufenen Demonstration. Die Kundgebungsteilnehmer hatten sich beim Bahnhof versammelt und zogen anschliessend durch die Innenstadt. Dabei trugen sie Transparente wie «Ihre Schweiz – Unser Graus» mit sich und skandierten antirassistische und antifaschistische Parolen. Mit Ausnahme von ein paar knallenden Feuerwerkskörpern verlief die Kundgebung zunächst friedlich. (bg/fko/sda)

Erstellt: 09.02.2014, 20:36 Uhr

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