Allianz fordert zweiten Tunnel beim Gotthard

Die Allianz für eine Neat im Berg möchte zwischen Ingenbohl und dem Gotthard-Basistunnel einen zweispurigen Tunnel für den Güterverkehr bauen. Ein reiner Güterzugtunnel sei ruhiger und vor allem billiger.

Die Allianz für eine Neat im Berg möchte die Güter- und Personenzüge trennen: Der Gotthard-Basistunnel, kurz bevor er fertig gestellt wurde.

Die Allianz für eine Neat im Berg möchte die Güter- und Personenzüge trennen: Der Gotthard-Basistunnel, kurz bevor er fertig gestellt wurde. Bild: Keystone

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Auf der Zufahrt zum Gotthardbasistunnel im Kanton Uri sollen Güter- und Personenzügen separate Gleise benützen. Dies fordert die Allianz für eine Neat im Berg am Dienstag.

Die Organisation schlägt in einer Mitteilung vor, zwischen Ingenbohl SZ und dem Gotthard-Basistunnel in Erstfeld UR einen zweispurigen, einröhrigen Tunnel für den Güterverkehr zu bauen. Die lärmigen Güterzüge würden somit aus dem Tal verschwinden. Die (leiseren) Personenzüge sollen bis zum Basistunnel das bestehende Trassee benutzen.

Reiner Güterzugtunnel sei billiger

Ein reiner Güterzugstunnel ist nach Angaben der Allianz im Bau billiger als einer, durch den auch Personenzüge fahren. Mit einer Trennung der langsamen Güter- von den schnelleren Personenzügen würden die Kapazitäten zunehmen.

Vorteile erwartet die Allianz auch für Uri. Auf der Stammlinie am Axen blieben genügend Kapazitäten für den Regionalverkehr übrig, und weil die IC-Züge bis zum Basistunnel durchs Tal fahren würden, blieben die Chancen für einen Halt in Uri intakt.

Allianz fordert eine Bergvariante

Die Allianz fordert seit Jahren eine Bergvariante, um den Urner Talboden vor übermässigem Lärm zu schützen. Sie fürchtet aber, dass die Neat-Zufahrt aus finanziellen Gründen etappiert und die Bergvariante schliesslich «auf der Strecke» bleiben könnte.

Die Allianz hofft, dass mit ihrem Vorschlag, Güter- und Personenzüge zu trennen, die Chancen für eine Bergvariante steigen. Ihr gehören zahlreiche aktive und ehemalige Urner Politikerinnen und Politiker aus allen Parteien an. (ske/sda)

Erstellt: 30.11.2010, 11:52 Uhr

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