Armeechef will für RS die Matura verschieben

André Blattmann fordert von Gymnasien und Universitäten, dass sie Rücksicht auf die Rekrutenschule nehmen. Die Maturaprüfungen sollen vorverlegt und der Studienbeginn nach hinten verschoben werden.

«Das ist eine föderalistische Herausforderung»: Armeechef André Blattmann. (Archivbild)

«Das ist eine föderalistische Herausforderung»: Armeechef André Blattmann. (Archivbild) Bild: Keystone

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Die Kantone sollen die Maturitätsprüfungen vorverlegen und den Studienbeginn auf später im Jahr verschieben. Das fordert Armeechef André Blattmann. Er will damit erreichen, dass Studierende zwischen Gymnasium und Universität die RS absolvieren können.

«Findet Ende Juni die Matur statt und beginnt die RS Anfang Juli, bleiben nur zehn oder elf Wochen bis zum Beginn des Studiums im September», sagt Blattmann in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». «Diese Zeit reicht nicht für die Grundausbildung.»

Die bereits verkürzte RS dauere neu im Grundsatz 18 Wochen. Für Studenten sei eine Verkürzung auf 17 Wochen möglich. Damit betrage die Differenz noch sechs Wochen. Um sie zu beseitigen, müssten drei Kantone die Maturaprüfungen um zwei Wochen vorverlegen und zwölf Kantone um eine Woche. Damit liessen sich zwei Wochen gewinnen.

Über Gripen-Kritik verärgert

Der Studienbeginn – er sei Sache der Kantone – könnte nach hinten verschoben werden, führte Blattmann aus. Oder die Hochschulen akzeptierten, dass ein Teil der Studierenden drei Wochen später beginnen.

Blattmann gab sich zuversichtlich, dass «wir zwar vielleicht nicht allen, aber zumindest einigen rekrutierten Studenten neue Lösungen aufzeigen können». Die Armee sei mit der Erziehungsdirektorenkonferenz und der Bildungslandschaft in einem «zielgerichteten Dialog».

Blattmann kämpft im «SonntagsBlick»-Interview auch für ein Ja zur Beschaffung des Gripen-Kampfjets. Der Gripen sei das geeignetste Flugzeug für die Schweiz. Er werde zu keiner anderen Beschaffung Hand bieten, weil das auf Kosten der übrigen Armee ginge, betont er. Von der ständigen Kritik, auch aus dem bürgerlichen Lager, habe er genug: «Mich ärgert, wenn man in der öffentlichen Debatte mehrmals Antworten liefert – und diese anscheinend immer noch nicht gehört werden wollen.» (rbi/sda)

Erstellt: 25.08.2013, 10:53 Uhr

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