«Atomausstieg ja, aber nicht so»

FDP-Parteipräsident Fulvio Pelli spricht sich gegen Atomkraftwerke aus. So, wie der Bundesrat den Ausstieg plane, werde es die Schweiz aber teuer zu stehen kommen, sagt er.

Will bei der AKW-Frage nicht den Weg der Regierung gehen: FDP-Präsident Fulvio Pelli.

Will bei der AKW-Frage nicht den Weg der Regierung gehen: FDP-Präsident Fulvio Pelli. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die FDP bekennt sich gemäss ihrem Präsidenten Fulvio Pelli zum Ausstieg aus der Atomenergie. Seine Partei sei zwar mit diesem Ziel einverstanden, wehre sich aber gegen den von der Regierung eingeschlagenen Weg, sagte Pelli in einem Interview der Zeitung «Sonntag».

Dies seien keine neuen Töne, sagt Pelli auf die Frage, ob die FDP nun eine Atom-Ausstiegs-Partei sei. Dasselbe habe die FDP schon im Juni gesagt. Weil die Medien keine differenzierte Position wollten, habe man der FDP nicht zugehört.

Pelli kritisiert Bundesrat

Kritik äussert der FDP-Chef an der Haltung des Bundesrates. Der von der Landesregierung eingeschlagene Weg werde nicht zum Ausstieg führen, sondern nur zu einer starken Erhöhung der Energiekosten. So werde beispielsweise mit der Kostendeckenden Einspeisevergütung zu Lasten der Vertreiber und Konsumenten ein riesiges indirektes Subventionssystem aufgebaut.

Wie immer bei staatlich geführten Systemen müsse man vom Bürger mehr Steuern einfordern, damit diese Subventionen bezahlt werden können, meint Pelli. Die Energiewende müsse eine industrielle Revolution sein. Sie müsse mit dem Markt und nicht vom Staat gegen den Markt umgesetzt werden. (miw/sda)

Erstellt: 25.12.2011, 09:35 Uhr

Artikel zum Thema

«Die SP versucht dauernd, Verantwortung abzuwälzen»

FDP-Präsident Fulvio Pelli wirft im Interview der SP vor, sie sei unfähig, Verantwortung für die eigenen Entscheide zu übernehmen. Er glaubt nicht, dass die SVP einen FDP-Sitz im Bundesrat angreifen wird. Mehr...

Wie der neue Hoffnungsträger der FDP tickt

«Überflieger», «FDP-Aushängeschild», «Anti-Pelli»: Der 31-jährige Andrea Caroni wurde nach der Wahl mit Superlativen überhäuft. Doch wer ist der Mann, der jahrelang für Hans-Rudolf Merz arbeitete, wirklich? Mehr...

Pelli-Nachfolger halten sich zurück

Die Kandidatenpalette der FDP für das Präsidium ist klein. Neben Karin Keller-Sutter und Philipp Müller gibt es nur noch wenige Namen auf der Wunschliste. Und die wollen sich noch nicht festlegen. Mehr...

Blog

Blogs

Geldblog Vorsicht beim Verrechnungsverzicht!

Mamablog Nehmt euch Zeit fürs Kranksein!

Paid Post

Verstehen Sie Ihre Arztrechnungen?

Sie wollen wissen, was genau auf Ihrer Arztrechnung steht? Kein Problem – lassen Sie es sich einfach im Kundenportal des Gesundheitsversicherers Atupri übersetzen.

Die Welt in Bildern

Zum Wiehern: Ein Pferd scheint sich in Feldberg im Schwarzwald über die weisse Pracht zu freuen. (18. November 2019)
(Bild: Patrick Seeger) Mehr...