Bauarbeiter verlangen besseren Lohnschutz

Mehr Kontrollen und höhere Strafen: Das Bauarbeiterparlament der Gewerkschaft Unia verlangt zusätzliche Lohnschutzmassnahmen. Die SVP-Initiative gegen die Personenfreizügigkeit lehnen die Bauarbeiter ab.

Die Unia fordert einer besseren Kündigungsschutz: Baustelle in Zürich.

Die Unia fordert einer besseren Kündigungsschutz: Baustelle in Zürich. Bild: Reto Oeschger

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Das Bauarbeiterparlament der Gewerkschaft Unia spricht sich für zusätzliche Lohnschutzmassnahmen auf Baustellen aus. 110 Delegierte haben in Bern eine Resolution verabschiedet – dies im Hinblick auf eine Fortführung der Personenfreizügigkeit, wie die Unia mitteilt.

Ohne wirksamen Schutz der Löhne und der Arbeitsbedingungen in der Bauwirtschaft werde sich keine Mehrheit für die Fortführung der Personenfreizügigkeit finden, heisst es in der Medienmitteilung.

Griffigere Instrumente gefordert

Konkret verlangen die Bauarbeiter von Bundesrat und Parlament die Einführung von mehr Kontrollen, höheren Strafen und griffigeren Instrumenten.

Zudem brauche es besseren Kündigungsschutz, sonst wage sich kaum jemand, gegen Missstände anzutreten, schreibt die Unia. Die Gewerkschaft beobachtet eine Zunahme von Lohndumping und «Ausbeutung» auf Schweizer Baustellen.

Keine Lösung sehen die Bauarbeiter in der Einwanderungsinitiative der SVP, zu der sie die Nein-Parole beschlossen haben. Die Initiative, über die am 9. Februar 2014 abgestimmt wird, will die Zahl der Aufenthaltsbewilligungen durch jährliche Höchstzahlen und Kontingente begrenzen.

Ohne ausländische Kollegen würde auf dem Bau gar nichts mehr laufen, geben die Schweizer Bauarbeiter zu bedenken. Anstatt die Grenzen zu schliessen, gelte es die Löhne zu schützen. (mw/sda)

Erstellt: 23.11.2013, 16:18 Uhr

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