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«Billig ist ein vermessenes Wort»

Erhält die Schweizer Luftwaffe mit den 22 Gripen billige oder gute Flugzeuge? Bundesrat Ueli Maurer und Luftwaffenkommandant Markus Gygax nehmen Stellung.

«Technisch hervorragende Flugzeuge»: Bundesrat Ueli Maurer.
Video: Jan Derrer

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VBS-Vorsteher Ueli Maurer betonte es heute an der Medienkonferenz in der Kaserne Thun immer wieder: Die Schweizer Luftwaffe erhält mit dem Gripen ein gutes Kampfflugzeug, das ins Budget passt. Ist dem wirklich so? Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat im Videointerview nachgefragt.

Schweden garantiert Fixpreis für den Gripen

Zuvor gab Maurer an der Medienkonferenz Auskunft zur jüngsten Entwicklung im Gripen-Deal: Schweden habe der Schweiz zugesichert, die 22 Gripen- Kampfjets für 3,126 Milliarden Franken zu liefern. Darin seien auch sämtliche Entwicklungskosten inbegriffen.

Die Schweiz hatte am vergangenen Freitag ein Rahmenabkommen mit Schweden abgeschlossen, über dessen Inhalt Maurer nun am Dienstag informierte. Die Verhandlungen hätten mit der schwedischen Regierung stattgefunden. Dass ein Staat als Garant wirke, sei im Rüstungsgeschäft «einmalig», sagte Maurer.

Der Gripen sei keine preisgünstige Verlegenheitslösung, er erfülle alle Anforderungen vollumfänglich. Im Vorfeld war unter anderem kritisiert worden, die Schweiz könnte sich möglicherweise an den Entwicklungskosten beteiligen müssen.

Dies sei nicht der Fall, sagte Maurer: «Sämtliche Entwicklungskosten sind inbegriffen.» Für den Lieferzeitplan hat die Schweiz mit Schweden einen Kompromiss ausgehandelt: Hersteller Saab liefert der Schweiz die ersten 11 Gripen ab Mitte 2018 bis 2019. Die Schweden wiederum erhalten die ersten drei Jets im zweiten Quartal 2018.

Als Überbrückung und um die alten F/A-18-Jets zu entlasten, wird die Schweiz zwischen 2016 und 2020 Flugzeuge mieten: 8 Gripen C und 3 Gripen D. (sda) (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 28.08.2012, 13:23 Uhr

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