De Weck: «Die roten Zahlen müssen weg»

Roger de Weck wurde zum neuen Generaldirektor der SRG gewählt. Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete live von der Pressekonferenz mit Web-TV.


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17.38 Uhr: Die Live-Übertragung ist zu Ende.

17.35 Uhr: Ob er auch selber am Bildschirm auftrete, wird gefragt. De Weck: «Ich schliesse nicht aus, dass ich ab und zu zu sehen bin.» Er wolle aber vor allem auch oft in den Sprachregionen anzutreffen sein.

17.32 Uhr: Ein Journalist sagt, die SVP werde sicher massiv gegen seine Wahl Stellung beziehen, da De Weck etwa gegen das Minarett-Verbot war und seit langem den Beitritt in die EU fordert. De Weck: Die SRG untersteht einem Verfassungsauftrag und er werde sich vollumfänglich bemühen, diesen umzusetzen. Fehler werde es immer geben, er habe in seiner journalistischen Laufbahn auch viele Fehler gemacht, doch wie gesagt, er will sich mit grossem Umfang für den Verfassungsauftrag einsetzen.

17.29 Uhr: De Weck sagt nochmals: «Es gibt keine Zukunft für ein Unternehmen, das Jahr für Jahr Defizite schreibt. Das wird nicht mehr länger so gehen. Wie er das aber ändere, könne er erst bei Stellenantritt sagen.» Ob es Tabus gebe bei möglichen Sparprogrammen, wird gefragt. De Weck will dazu keine konkrete Stellung nehmen.

17.26 Uhr: Ob er einer Partei angehöre, wird gefragt. Auf welcher politischer Linie er sei? De Weck: «Ich bin ein politisch unabhängiger Wechselwähler.» Der Neugewählte spricht auch auf die Diskussion an um den vielerorts bemühten Ausdruck des «Superdirektors» von Radio und Fernsehen. De Weck sagt, dieser Ausdruck mache ihm schon ein bisschen Angst: «Niemand ist ein Supermann, ich am wenigsten.»

17.24 Uhr: SRG-Präsident sagt, den optimalen Kandidaten habe es nicht gegeben. Doch mit der Wahl von Roger de Weck habe man den besten Kandidaten gefunden.

17.16 Uhr: Die Fragerunde wird eröffnet. Es komme oft vor, dass man auf verschiedenen SRG-Kanäle die gleichen Sportveranstaltungen. Gebe es da Änderungen? Zudem habe man oft das Gefühl, die SRG sei ein Zürcher Medium. Was werde diesbezüglich passieren? De Weck meint, er werde bis zu seinem Amtsantritt am 1. Januar 2011 keine Stellung zur Arbeit seines Vorgängers nehmen. Vorläufig könne er also dazu keine Antworten geben.

17.10 Uhr: Roger de Weck ergreift das Wort. Zuerst auf Französisch. Er preist die Wichtigkeit des Service public für eine Demokratie. Dann fährt er auf Deutsch fort: Man erlebe einen Umbruch bei den Medien: Neue Nutzungsformen, neue Medien, Veränderungen bei Bild, Ton und Schrift. Es finde in diesem Bereich eine Revolution statt. Und da einen Beitrag zu leisten, das sei ihm wichtig. Die SRG schreibe rote Zahlen und damit habe man keine rosa Zukunft. Die Defizite müssen weg. Auch habe ihn die staatspolitische Verantwortung in diesem Job gereizt. Für ihn entstehe Erfolg immer in der Zusammenarbeit mit Menschen.

17 Uhr: Jean-Bernard Münch, Präsident des Verwaltungsrates SRG SSR idée suisse, eröffnet die Pressekonferenz und lobt den neuen Generaldirektor, den Publizisten Roger de Weck. Dieser sei eine anerkannte Persönlichkeit. Bei seiner Zeit als Chefredaktor bei der «Zeit» habe er viele Restukturierungsprogramme durchgeführt und sich den Namen eines Sanierers erarbeitet. Auch als Chef des «Tages-Anzeiger» habe er sich als starke Persönlichkeit präsentiert. Zudem kenne er als Romand auch die Westschweiz sehr gut. Ein externer Personalcoach habe zahlreiche Kandidaten begutachtet. Den Kandidaten sei in einer zweiten Runde ein konkreter Business Case vorgelegt worden.

Erstellt: 18.05.2010, 16:59 Uhr

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