«Delémont ist heute die Hauptstadt der Schweiz»

Auf Initiative von Bundespräsidentin Doris Leuthard fand die Bundesratssitzung im Kanton Jura statt. Die für die Jurafrage zuständige Simonetta Sommaruga erhielt von den Béliers ein besonderes Geschenk.

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Die Bundesratssitzung hat am Mittwoch in, für die Schweizer Regierungsmitglieder, ungewohnter Umgebung stattgefunden. Getagt hat der Bundesrat in Delémont. «Damit gibt er seiner tiefen Verbundenheit mit dem jüngsten Schweizer Kanton Ausdruck», teilte die Bundeskanzlei mit. Initiiert hatte diese Sondersitzung in dieser «mulitkulturellen und dynamischen Region, die zurzeit bedeutende Projekte namentlich in den Bereichen Verkehr sowie Wirtschafts- und Kulturförderung realisiert», Bundespräsidentin Doris Leuthard.

«Delémont ist heute die Hauptstadt der Schweiz», sagte Leuthard vor rund 500 applaudierenden Jurassierinnen und Jurassiern, die an einem Apero mit der Landesregierung teilnahmen. Zuvor hatten mehrere hundert Menschen vor dem Ratshaus in der Kälte ausgeharrt, um einen Blick auf sieben Bundesräte zu erhaschen.

Zweigeteiltes Geschenk

Die Béliers nutzten die Gelegenheit, Simonetta Sommaruga ein Präsent zu überreichen: In einem Korb erhielt sie jurassische Spezialitäten - allesamt zweigeteilt als Symbol für den geteilten Kanton. Die Justizministerin ist mit ihrem Departement zuständig für die Jurafrage. Die Bewegung fordert eine Abstimmung über die Zugehörigkeit des Berner Juras zum Kanton. Es sei an Bundesbern, die kantonalbernische Regierung dazu zu bringen, den demokratischen Willen anzuhören, teilten die Béliers mit.

Die Bundesratssitzung in Delsberg fand unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt; es kam jedoch zu keinen Zwischenfällen. Die Sitzung in Delsberg folgt auf eine Sondersitzung im Sommer in Bellinzona. (jak/sda)

Erstellt: 24.11.2010, 17:44 Uhr

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