Der Gripen ist los

Erstmals hat der Gripen F Demonstrator, der am Mittwoch in Emmen eingetroffen war, den Hangar verlassen. In den nächsten Tagen soll sich die Öffentlichkeit ein Bild des Kampfjets machen können.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Heute fand ein erster Testflug des Gripen vom Typ F statt. Der Kampfjet aus Schweden war am Mittwoch auf dem Militärflugplatz Emmen eingetroffen. Das Flugzeug soll nächste Woche am Fliegerschiessen auf der Axalp teilnehmen und Sicherheitspolitikern vorgeführt werden.

Zu Demonstrationszwecken wird der Gripen F bis am 12. Oktober in der Schweiz stationiert sein, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mitteilte. Geplant ist, dass das Flugzeug am 9. Oktober den Mitgliedern der Sicherheitspolitischen Kommissionen der Räte in der Luft und am Boden vorgeführt wird. Geflogen wird es von Piloten der Armasuisse und der Luftwaffe – auf dem Hintersitz überwacht jeweils ein Testpilot des schwedischen Herstellers Saab den Flug.

Die Schweizer Piloten absolvierten Flugtrainings im Simulator, um ihre Kenntnisse des Gripen aufzufrischen, wie das VBS mitteilte. Die schwedischen Piloten erhalten vom VBS in den nächsten Tagen eine Einführung in den Schweizerischen Luftraum und dürfen beim traditionellen Fliegerschiessen oberhalb von Brienz dabei sein.

Vorführung fürs breite Publikum

An der traditionellen Flugshow am 10. und 11. Oktober beim Fliegerschiessplatz Axalp-Ebenfluh präsentiert das VBS den Gripen auch einer breiteren Öffentlichkeit. Das VBS teilt weiter mit, dass die Flüge des Demonstrationsflugzeugs alle vom Militärflugplatz Emmen aus und in der Regel am Nachmittag stattfinden werden.

Die Schweiz soll sich nach dem Willen des Bundesrates 22 Stück des einsitzigen Gripen E kaufen. Der Kaufpreis beträgt 3,1 Milliarden Franken; ab Mitte 2018 sollen die ersten Maschinen in der Schweiz ankommen. Das Flugzeug wird derzeit aber erst noch entwickelt.

Schon ab 2016 will die Schweiz ältere Gripen-Modelle mieten. Auf das doppelsitzige Modell F verzichtet die Schweiz, weil auch Schweden keines beschaffen will. (rub/sda)

Erstellt: 05.10.2012, 10:24 Uhr

Besuch aus Schweden: Der Gripen F verlässt den Hangar in Emmen LU. (5. Oktober 2012) (Video: Keystone)

Bildstrecke

Schweizer Armee testet den Gripen

Schweizer Armee testet den Gripen Piloten der Schweizer Luftwaffen konnten den Gripen in Schweden testen.

Artikel zum Thema

Das Gripen-Papier von Ueli Maurer

Hintergrund Ist der Gripen ein technisches und finanzielles Risiko für die Schweiz? Tagesanzeiger.ch/Newsnet zeigt, mit welchen soliden Fakten der Verteidigungsminister beim Kampfjetkauf argumentiert. Mehr...

Gripen: Kosten laut Bundesrat «von Anfang an klar»

Der Bundesrat stellt in Abrede, dass die Kampfjet-Ausschreibung das Saab-Modell bevorzugt habe. Zudem liegt nun die Kaufvereinbarung vor: Offen bleibt, wie Schweden die Lieferung garantiert. Mehr...

Brief an den Bundesrat: Bürgerliche fordern Antworten zum Gripen

Die Präsidenten der Parteien FDP, CVP, GLP und BDP haben gemeinsam einen Brief an den Bundesrat verfasst. Darin teilen sie ihre Besorgnis über die Kampfjetbeschaffung mit. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blog

Kommentare

Die Welt in Bildern

Sie kann gar nicht gross genug sein: Beobachtet von Schaulustigen, reitet ein Surfer vor der Küste von Nazaré, Portugal, auf einer Monsterwelle. (18. Januar 2018)
(Bild: Armando Franca/AP) Mehr...