Der Warnschuss der FDP-Politikerin

Christine Kohli sorgt mit einem Tweet für Aufsehen. Die Berner FDP-Politikerin regt an, dass Polizisten bei Demos unter Umständen von Schusswaffen Gebrauch machen dürfen.

Gewalt gegen Polizisten: Bei der Aktion «Tanz dich frei» im Mai 2013 gab es zahlreiche Verletzte, darunter viele Beamte (Archiv).

Gewalt gegen Polizisten: Bei der Aktion «Tanz dich frei» im Mai 2013 gab es zahlreiche Verletzte, darunter viele Beamte (Archiv). Bild: Marcel Bieri/Keystone

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Nach den Scharmützeln zwischen Jugendlichen und der Polizei am Samstagabend in der Berner Innenstadt fordert Christine Kohli aus Konolfingen BE Massnahmen. Die Nationalratskandidatin der FDP vetritt die Meinung, dass Polizisten ihre Schusswaffen benutzen dürfen, wenn sie angegriffen werden und Personenkontrollen nicht durchführbar sind.

Es sei alarmierend, dass sich in Bern gewisse Personen polizeilichen Anordnungen entziehen könnten, ohne Konsequenzen zu tragen, erklärt Kohli auf Anfrage vom «Blick». «Die Polizei muss befähigt werden, Anordnungen auch durchzusetzen. Wenn nötig auch durch Gebrauch der Schusswaffe.»

Der Ruf nach Recht und Ordnung

Kohli rechtfertigt ihre Meinung mit der Aussage, dass die Sicherheitssituation in Bern zeige, dass der Polizei nicht genügend Mittel zur Verfügung stehen würden, um Recht und Ordnung durchzusetzen. «Die Polizei muss mit Schusswaffengebrauch drohen können. Und sie muss die Schusswaffe wenn nötig auch einsetzen dürfen.» Kohli schränkt allerdings auch ein: «Es kann verhältnismässig sein, einen Warnschuss abzugeben.»

Am Samstagabend löste sich der Umzug erst auf, als die Polizei Tränengas und Gummischrot einsetzte. Zuvor war es zu Scharmützeln gekommen, wobei sich aber niemand ernsthaft verletzte.

(fal)

Erstellt: 10.08.2015, 21:14 Uhr

Sorgt mit einem Tweet für Aufsehen: Nationalratskandidatin Christine Kohli, Kanton Bern. (Bild: Keystone FDP)

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