Der geheimnisvollste Stollen der Schweiz

In einem kilometerlangen Stollensystem bei Flums befindet sich Europas grösste Forschungsanlage. Hier trainiert Taiwans Feuerwehr und werkelt ein mysteriöser Autobauer.

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Der Eichbuel ist ein harter Lehrmeister. An dieser mediokren Erhebung haben sich selbst Gletscher, die sonst ganze Täler in die Landschaft gefräst ­haben, ihre kalten Zähne ausgebissen. Der Eichbuel reckt seine Nase weiterhin frech in den Himmel. «Es ist dieser Kieselkalk», sagt Volker Wetzig. «Schlimmer als jeder Granit. Denn Granit, sagt er, der springt wie Glas. Granit ist hart und spröde. «Kieselkalk aber ist hart und zäh. Sehr zäh. Darum sind wir hier.» Und auch wegen des schmierigen Schiefers, der macht Bohrmaschinen Probleme. Volker Wetzig lächelt, was er selten tut. Er arbeitet in diesem Berg.

Von der felsigen Schulter des Eichbuel stürzt bei Schneeschmelze und nach Gewittern weiss der ­Hagerbach. Seine aufgebrachten Wasser verlieren sich im langen Sturz, zerfiesern zu Nebel und sammeln sich erst wieder unten im Seeztal, wo die Kühe weiden, wo Rebgärten stehen und der Hagerbach, nun in einen engen Kanal eingesperrt, brav in Richtung Walensee trödelt. Vor über 40 Jahren hat sich der Ingenieur Rudolf Amberg am Eichbuel zu schaffen gemacht. Amberg hatte die Idee, einen Versuchsstollen einzurichten, genau an dieser Stelle im Kieselkalk; etwa 200 Meter lang sollte der Stollen werden. Amberg hatte die letzten Betriebsjahre des einzigen grösseren Erzbergwerks in der Schweiz noch miterlebt, im Gonzen bei Sargans. Er kannte also das Gebiet und sein geologisches Profil, und er kannte vor allem auch die Interessen der schweizerischen Sprengstoff­industrie und der Schweizerischen Industrie-­Gesellschaft (SIG). Zusammen mit diesen potenten Partnern gründete Rudolf Amberg 1970 die Versuchsstollen Hagerbach AG (VSH). Bohrmaschinen und Sprengstoffe konnten jetzt getestet werden, unbeobachtet und ohne dass sich jemand daran störte. Bald aber meldeten sich immer mehr Leute, die im Schutz einer Felskaverne forschen, testen, prüfen oder üben wollten. Heute ist das fein verästelte Stollensystem fünfeinhalb Kilometer lang. Damit ist es die grösste private unterirdische Forschungsanlage in Europa und typisch für die Schweiz: Diskretion ist garantiert. Seither wird erforscht und entdeckt, untersucht und getüftelt. Danach erscheinen Publikationen wie: «Destruction Mechanisms of Concrete in the Event of Fire and protective Systems». Oder: «Injektionen in dichtgelagerten Untergründen».

«Zutritt verboten»

Zwischen Sargans und Flums weist das Schild «VSH» weg von der Kantonsstrasse, es zeigt nach Norden an den Fuss des Eichbuel. Die kurvige Zufahrt endet schnell auf einem Parkplatz. Vor dem mächtigen Portal, eingelassen in den Fels, steht unübersehbar «Zutritt verboten». Das ist nicht un­gewöhnlich in dieser Ecke des Landes, denn hier befindet sich das weitverzweigte Bunkersystem der Festungsanlagen um Sargans. Geheim ist daran nicht mehr viel, aber die Schilder mit dem durchgestrichenen Fotoapparat und verbotenem Zutritt haben sich zum Teil erhalten. Hier aber am ­Eichbuel bietet sich am Portal ein wetterfestes Telefon an, und eine warme Frauenstimme antwortet dem Besucher prompt: «Ja, ja, der Herr Wetzig kommt gleich.»

Volker Wetzig ist einer jener Bergbauingenieure, die dem Niedergang des deutschen Bergbaus noch rechtzeitig entkommen sind. Er ist hier im Versuchsstollen Hagerbach Leiter der Forschungsabteilung. Es sind Untersuchungen im Massstab eins zu eins möglich, und die zeigen oft Resultate, die abweichen vom Kleinmassstab oder den Rechenmodellen. Eins zu eins heisst zum Beispiel, dass ein ganzer Eisenbahnzug, Reisecars oder gleich mehrere Personenwagen in Flammen aufgehen können, damit Feuerwehren aus Südafrika, Kanada, Holland oder der Schweiz hier den Schrecken aller Schrecken üben können, den Grossbrand im Tunnel. Auch die Feuerwehrequipe, die im Lötschberg-Basistunnel antreten müsste, hat hier trainiert. Wie stehen die Chancen in der raucherfüllten Enge, bei höllischer Hitze ein solches Feuer zu löschen? Mister Li aus Taiwan ist zusammen mit einem Dutzend Feuerwehroffizieren eigens wegen dieser Frage in die Schweiz gereist. Der wendige Mister Li und seine Leute sind hier wegen des 13 Kilometer langen Hsuehshan-Tunnels, der die Hauptstadt Taipei seit 2006 mit Yilan im Nordosten der Insel verbindet, ein Prestigeobjekt des Staates. Mister Li trainierte neun Tage lang im Hagerbachstollen. Ein Feuer im Tunnel verlangt nach anderen Taktiken und Tricks als ein Hausbrand, und es verlangt ganz einfach auch Mut. So lang der Anmarsch zum Feuer, so lang ist meist auch der Fluchtweg. Der Brandherd ist wegen des Rauchs nicht schon von weitem einsehbar. Die Ungewissheit lässt den Puls hochschnellen, der Atem geht heftiger – und umso schneller schwinden Sauerstoffvorräte der Atem­geräte und die Körperkräfte. In der gefahrvollen Schwärze entwickeln sich giftige Gase. Hält der Schutzanzug der fauchenden Glut stand? Steht eine Explosion bevor? Sind Opfer zu erwarten, fürchterlich entstellte Menschen? Mister Li und seine Leute haben geübt und sich abgehärtet im Stress der Flammen. Sie haben die Feuer gelöscht, und sie werden ihr Wissen nach Hause bringen. Der Schweizer Instruktor meinte, das technische Niveau der Kollegen aus Taiwan sei gut. «Aber konditionell waren die erstaunlich schnell am Limit, dä Pfuus duss.»

Mister Li brauchte am letzten Tag dann noch einen anderen Rat: Was soll er seinem Vorgesetzten nach Hause bringen, was für den Chef und was den Gleichgestellten? Feinheiten des chinesischen Comments. Der deutsche Bergbauingenieur Volker Wetzig empfiehlt Mister Li aus Taiwan das «Schweizer Offiziersmesser», die Zahl der Klingen sorgfältig abgestuft nach Rang des Beschenkten. Und für die Frauen Schokoladehasen von Lindt in goldig glänzender Folie. Davon gibts im Hagerbach-Shop allerdings nur eine Grösse. Mister Li ist zufrieden. In einem Monat kommt die nächste Equipe aus Taiwan, die zweite von insgesamt vier. Dann weiss auch der Wirt der «Bergmannsstube», dem Restaurant im Hagerbach, was «die Chinesen» essen mögen. Rindfleisch. Bratkartoffeln. Rösti. Käsefondue. Nur ja nichts Asiatisches. Sein Studium chinesischer Kochbücher war umsonst – sein Reis mit Fisch aus der Küche der unterirdischen Beiz war den Männern aus Taiwan nicht chinesisch vorgekommen.

Im Hagerbach mieten Eisenbahngesellschaften einige Dutzend Meter Stollen und lassen da einen ihrer alten Tunnel haarklein nachbauen. Danach müssen die Arbeiter konkurrierender Baufirmen gegeneinander antreten und zeigen, wie sie den Tunnel renovieren würden. Und wie schnell sie arbeiten können. Wie viele Leute im Einsatz sind. Welches Material verbaut wird, und ja, wie teuer der Spass zu stehen kommt. Ein harter Wettlauf. Es ist immer einfacher geworden, Röhren in die Berge zu treiben, die Zahl der Konkurrenten ist gewachsen. Neue Maschinen, gutmütige Sprengstoffe und raffinierte Verfahren für die Auskleidung der Höhlung haben die Arbeit im Berg viel sicherer gemacht. Früher, etwa im ersten Tunnel am Gotthard, waren einhundert Meter Vortrieb gleichbedeutend mit einem Todesopfer. Im neuen Basistunnel am Gotthard liegt die «Todesrate» bei 17 Kilometern.

«Der Berg», sagt Volker Wetzig, «ist eigensinnig. Jeder Berg ist das. Man muss ihm Platz lassen, damit er arbeiten kann.» Der Berg müsse sich an die neue Situation gewöhnen, die durch den Tunnelbau entstanden sei. «Manchmal, wenn kein Betrieb mehr herrscht, wenn alle gegangen sind und die Maschinen nicht mehr laufen, dann lösche ich das elektrische Licht.» Wetzig lächelt. «Dann», sagt er, «herrscht die absolute Finsternis. Und eine sehr grosse Ruhe. So horche ich in den Berg hinein, in seine schwere Stille – und da höre ich etwas. Der Berg lebt.»

Männer in schwarzen Overalls

Geheimnistuerisch verhielt sich während Jahren eine Firma aus dem nahen Fürstentum Liechtenstein. Ihre hermetisch abgeriegelte Kaverne wurde regelmässig von Männern in schwarzen Overalls besucht, die jeweils rasch hinter dem Stahltor verschwanden. Die Rückenpartie des Overalls war mit dem Namen «Aero Tech» bestickt. Raketenbauer? Lange Zeit wusste niemand Bescheid, was diese Männer im Schilde führten. Schliesslich wurde das Rätsel gelüftet: Die geheimnisvollen schwarzen Mandli von Aero Tech hatten einen Rucksack-Helikopter gebastelt. Der flog tatsächlich, zuerst in der Kaverne und einmal auch im Freien. Doch die Motoren vermochten die irrsinnig hohen Drehzahlen nur kurze Zeit zu leisten, die Hitze wurde zu gross, die drehenden Teile frassen sich fest. Dem Erfinder und seinen Geldgebern gingen schliesslich die Mittel aus. Übungsabbruch.

Nach Aero Tech hat sich ein Motorenflüsterer eingemietet, einer, der gerne anonym bleiben wollte und in der Gilde exklusiver Automechaniker als «der Uhrmacher» bekannt ist, seiner Genauigkeit wegen. Hinter den geöffneten Stahltoren hebt ein schwarzer Bullterrier gelassen seinen Kopf vom Boden, als der fremde Besucher eintritt. Im gleissenden Licht der unterirdischen Werkstätte liegen Motoren von Porsche und Maserati ausgebeint auf schmalen Tischen, auf den Hundertstel-Millimeter geschliffen, gepützelt, poliert, systematisch geordnet. Der «Uhrmacher» arbeitet allein. Er erweckt seltene Sportwagen aus den 50er-Jahren wieder zum Leben. Seine Kundschaft ist international, Geld spielt kaum eine Rolle. Die Klientel muss nur sehr viel Geduld aufbringen. «Diese Kundschaft», sagt der «Uhrmacher», «schätzt die einzigartige Ambiance hier in der unterirdischen Kaverne. Und vor allem auch die Diskretion.»

Viele dieser reichen Autonarren sind verfolgt von der peinlichen Vorstellung, ihr heissblütiger Oldtimer könnte im entscheidenden Moment eine Panne erleiden und ihnen den Auftritt versauen. An der Decke hängen Kettenzüge und Elektromotoren, um die Patienten zu bewegen. Einige der Aggregate sind mit weissem Linnen bedeckt. Es sieht aus wie in einer medizinischen Spezialabteilung. Unglaublich sauber, keine Ölflecken, keine Pneuspuren am Boden, keine Kurvengirls am Spind. Ein besonders anspruchsvoller Kunde aus Grossbritannien hat Originalpläne eines Ferraris mitgebracht. Der Motor dieses Modells existiert nirgends mehr auf der Welt in dreidimensionaler Form. Der ­«Uhrmacher» ist nun daran, alle Teile von Hand zu fertigen, er wird die ganze komplexe Maschine nachbauen, und er wird sie schliesslich starten. Das erste Zünden eines solchen Motors erzeugt ein unbeschreibliches Gefühl in seinem Schöpfer: Er hat das Feuer gezähmt und seine Kraft in den von Ferrari raffiniert geplanten Stahlkäfig gesperrt, wo das Feuer nun wie rasend seine Arbeit verrichtet und die Zylinder bewegt. Der «Uhrmacher» wird dann in seiner schallgeschützten, verglasten Kammer sitzen und dem brüllenden Motor auf dem Teststand zusehen, die beweglichen Teile mit dem Operngucker beäugen, er wird die Messgeräte kontrollieren und die Leistungsdaten registrieren, derweil ein wütender Lärm durch den Kieselkalk im Hagerbach fährt, einer, wie ihn der Berg noch nie gehört hat. Nach dem Test wird der «Uhrmacher» zum Telefon greifen und eine Nummer in Grossbritannien wählen: «Das Baby ist da!» Das Warten hat ein Ende, der Traum ist erfüllt, das Prahlen mit dem auferstandenen Automobil kann losgehen. Der pechschwarze Bullterrier am Eingang hebt nicht einmal mehr den Kopf, als der Besucher die Kaverne verlässt. Die schweren Stahltore zur automobilen Schatzkammer schliessen sich leise.

Der Hagerbach beherbergte während des Kalten Krieges noch ganz andere Geheimniskrämer. Die waren selber so geheim, dass sogar diese Leute meist nicht wussten, wo sie sich befanden. Ihnen war während des Transports im Kleinbus zum Hagerbach die Sicht nach draussen genommen worden. Es waren Mitglieder der Schweizer Untergrundarmee P-26, einer Stay-behind-Organisation mit 400 Männern und Frauen. Im Hagerbach sind Mitglieder der P-26 im Umgang mit Sprengstoffen, Säuren und Schusswaffen ausgebildet worden. Der Hagerbach hiess im internen Jargon der P-26-«Park». «Eine Besetzung des Landes darf nicht das Erlöschen jedes Widerstandes bedeuten», lautete das Credo der P-26 und ihrer Vorläuferorganisationen. Es war dann aber die P-26 selber, die erlosch, als sie 1990 unter politischem Getöse aufflog, pünktlich zum Ende des Kalten Kriegs.

Kleine Ironie der Geschichte: Der grosse Inspirator der P-26, der schillernde Oberst Albert «Bert» Bachmann, hat in der Liegenschaft Zur Au an der lärmigen Ecke Edenstrasse/Manessestrasse in Zürich eine konspirative Wohnung unterhalten, nur 50 Schritte entfernt von der damaligen Redaktion der «Weltwoche». Diese stand damals noch in gutem Ruf und war politisch unabhängig. Die Mitglieder dieser Redaktion verkehrten mittags oft im Parterre jenes Hauses, in der ordinären Beiz Zur Au, ohne etwas vom über ihnen logierenden Geheimdienstobersten zu ahnen. Es waren dieselben Journalisten, die dann im Jahr 1990 den Chef der P-26 enttarnt haben, Oberst Efrem Cattelan, alias Rico. Damit war das Werk von Albert Bachmann quasi enthauptet. 50 Jahre zuvor wiederum hat sich «Weltwoche»-Gründer Karl von Schumacher während des Zweiten Weltkriegs beteiligt an der «Aktion Nationaler Widerstand» – und diese Organisation ist nichts anderes als die Keimzelle der P-26. Anfänge und Enden berühren sich, wenn auch in trivialer Weise.

Im Hagerbach finden heute auch klassische Konzerte statt, die Akustik in den grossen Kavernen gilt als formidabel. Lichtinstallationen verzaubern Firmenjubiläen, Seminare in diesem Felsenkloster fördern die Konzentration der Teilnehmer. Bohrhämmer werden am berüchtigten Kieselkalk und im schmierigen Schiefer auf Drehzahl, Schlagzahl, Bohrleistung, Hammer- und Öltemperatur getestet. Flugabwehrkanonen rattern unter Ausschluss der Öffentlichkeit, bis die Rohre glühen. Baustofffirmen, Hersteller von Branddetektoren, Wassernebel­systemen oder «Selbstbohrankern» lassen im Hagerbach testen. Kanalarbeiter lernen, sich in engen Abwasserröhren mitsamt ihrer Gerätschaft sicher zu bewegen. Jäger schiessen auf den laufenden Keiler, Polizisten zielen mit gezogener Dienstwaffe breitbeinig auf böse Buben.

Um Jahrzehnte gealtert

Im Hagerbach ist die Zukunft zu sehen: In einem Pro-aging-Verfahren altern Dinge innerhalb von Wochen um Jahrzehnte. Zum Beispiel Türen. Die Röhren der Basistunnel im Gotthard und Lötschberg sind mit Quertunnel versehen. Das sind Fluchtwege für in Not geratene Passagiere. In diesen Quertunnel herrscht leichter Überdruck, damit keine Brandgase eindringen können. Darum müssen diese Quertunnel mit Türen fest verschlossen sein. Gleichzeitig sollten die Türen sich jederzeit ohne Mühe öffnen lassen. Dabei rüttelt an diesen Türen der Luftzug der schnell fahrenden Züge, es zieht und stösst mindestens eine Million Mal im Laufe eines mindestens 50-jährigen Türenlebens. Das lässt die Türen altern, und das musste im Hagerbach simuliert werden. Der Katalog der Forderungen war lang: maximales Gewicht (2000 Kilo), selbstschliessend, maximale Einbauzeit (1,25 Arbeitstage), Türöffnung in maximal 5 Sekunden, Brandwiderstand während 90 Minuten bei 1000 Grad, hohe Druck- und Sogbelastung. Solche Türen sind auf dem Markt nicht ab Stange zu haben. Im Hagerbach sind die Prototypen der konkurrierenden Hersteller unter «Gotthard-Bedingungen» getestet und auf 50 Jahre gealtert worden; eine Million mal Zug und Stoss per Luftdruck bei minus 15 und plus 50 Grad Celsius, bei hoher Luftfeuchtigkeit und rieselndem Metallstaub von der Eisenbahn. Danach mussten die Türen sich immer noch kinderleicht öffnen lassen. Und sich selber wieder schliessen. Das alles konnten dann die Schiebe­türen der Firma ­Elkuch Bator in Herzogenbuchsee am besten.

Volker Wetzig führt den Gast zurück zum Portal des Hagerbach. Am Stollenboden blinken die Schienen der Stollenbahn. Die wird aber nur noch benutzt, wenn Besucher eine Führung durch das Labyrinth gebucht haben. Oder sie steht im Einsatz für Leute, die es reizvoll finden, hier im Berg von einem Pfarrherrn getraut zu werden und Hochzeit zu feiern. Ob diese im Kieselkalk geschlossenen Ehen länger halten? Das ist noch nicht erforscht. Draussen scheint die Sonne und blendet, die Luft ist frisch und frei. Wetzig winkt zum Abschied, dann kehrt er zurück in seinen zähen Berg.

Die hier abgedruckte Reportage ist ein Auszug aus dem soeben erschienenen Buch «Die Schweiz unter Tag. Eine Entdeckungsreise» von Jost Auf der Maur (www.echtzeit.ch).

Erstellt: 05.05.2017, 22:38 Uhr

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