Burgdorf

Die Neue zwischen Blocher und Frey

Die Burgdorfer Stadt- und Grossrätin Nadja Pieren (30) sitzt neu im fünfköpfigen Vizepräsidium der SVP Schweiz.

Applaus für Nadja Pieren: Die SVP-Delegierten wählten sie ins nationale Partei-Vizepräsidium.

Applaus für Nadja Pieren: Die SVP-Delegierten wählten sie ins nationale Partei-Vizepräsidium. Bild: Keystone

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Frau Pieren, was gab den Ausschlag dafür, dass Sie die Kampfwahl um den SVP-Vizepräsidiums-Posten gewonnen haben?
Nadja Pieren: Das ist schwierig zu sagen. Das Rennen zwischen mir und der Nidwaldner Landrätin Michèle Blöchliger war sehr offen und entsprechend eng. Das zeigen die Wahlresultate im Zentralvorstand und an der Delegiertenversammlung.

Am Freitag im Zentralvorstand obsiegte Michèle Blöchliger. Sie wurden nicht nominiert. Dachten Sie da an einen Rückzug?
Nein, das war kein Thema. Michèle und ich unterhielten uns. Die Delegierten sollten entscheiden, wen sie wollen. Wir nahmen das sportlich.

Waren Sie sicher, dass die Delegierten Sie wählen würden?
Nein. Ich konnte nicht abschätzen, wie das Rennen ausgehen würde. Dass die Delegiertenversammlung in der Innerschweiz stattfand, sprach rein von der Mobilisierung her eher für Michèle, die ja aus Nidwalden ist. Aber ich spürte in Gesprächen, dass es sehr viele Leute gab, die mich unterstützten. Ein entscheidender Aspekt war sicher, dass mir die Jungen halfen. Dass auch die junge Generation in der Parteileitung vertreten sein soll, sprach für mich.

Parteiintern lassen Sie die kantonale Ebene aus und starten von der kommunalen gleich zur nationalen Ebene durch.
(lacht) Ja, das ist schon ein Sprung. Aber immerhin bin ich ab Juni Grossrätin. Und ich habe mir im letzten Jahr bei der Abstimmung über das Schulkonkordat Harmos im Kanton Bern die Hörner abgestossen. Ein ganz unbeschriebenes Blatt bin ich kantonal also nicht. Zudem finde ich es wichtig, dass im SVP-Vizepräsidium nicht nur gestandene Politiker sitzen. Ich sehe mich hier als Ergänzung.

Sie treten im SVP-Vizepräsidium die Nachfolge von Jasmin Hutter an. Diese hat sich aus der Politik zurückgezogen, weil sie Mutter geworden ist und sich selber um ihr Kind kümmern will. Sie sind Leiterin einer Kindertagesstätte. Passen Sie überhaupt in die SVP?
Ja, das ist kein Widerspruch. In der SVP gibt es viele Eltern, die ihre Kinder von den Grosseltern, einer Tagesmutter oder in einer Kindertagesstätte betreuen lassen. Aber wir von der SVP wollen keinen staatlichen Zwang. Die Eltern sollen selber entscheiden können, was für sie und ihre Kinder das Beste ist. Zudem fordern wir mit unserer Familieninitiative die steuerliche Gleichberechtigung. Auch wer sein Kind zu Hause selber betreut, soll dafür einen Steuerabzug machen können.

Wie geht es weiter? Im Herbst 2011 werden Sie für den Nationalrat kandidieren – und gewählt?
Ich möchte gerne für den Nationalrat kandidieren. Aber zuerst muss mich die Partei nominieren. Ich denke, dass meine Chancen intakt sind. Ob ich danach vom Bernervolk gewählt würde, ist nochmals eine andere Frage. Dafür muss ich mich jetzt zuerst beweisen, insbesondere als Grossrätin. Ich werde mich jetzt sicher nicht zurücklehnen, sondern ins politische Geschehen einbringen. Ich will im Grossen Rat etwas bewirken.

Erstellt: 03.05.2010, 11:12 Uhr

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