«Die Schweiz steht mit dem Rücken zur Wand»

Im Wahljahr will sich die Neue Europäische Bewegung Schweiz noch stärker für die Personenfreizügigkeit engagieren. Dazu plant sie unter anderem eine Petition.

Aufruf zum Handeln: François Cherix (links) und Martin Naef, Co-Präsidenten der Nebs, an der letztjährigen Generalversammlung. (10. Mai 2014)

Aufruf zum Handeln: François Cherix (links) und Martin Naef, Co-Präsidenten der Nebs, an der letztjährigen Generalversammlung. (10. Mai 2014) Bild: Peter Klaunzer/Keystone

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Die Neue Europäische Bewegung Schweiz (Nebs) will für die Personenfreizügigkeit kämpfen und die europäische Integration verteidigen. Zudem will sie sich für eine neue Europaabstimmung im 2017 engagieren, wie die Nebs im Nachgang zur Generalversammlung in Bern mitteilte. «Die Schweiz steht mit dem Rücken zur Wand. Wenn sie in den nächsten zwei Jahren nicht mutiger gegen die Nationalisten wehrt, wird sie am Schluss allein und ohne Abkommen mit der EU dastehen», wird Nebs-Co-Präsident François Cherix in einer Mitteilung vom Samstag zitiert.

Im Wahljahr 2015 werde sich die Nebs - auch im Hinblick auf die anstehende klärende Abstimmung von 2017 - noch intensiver in den Wahlkampf einschalten und sich für eine konstruktive Europapolitik stark machen. Das Ziel sei klar: Es gehe darum, um jeden Preis den Verlust der Personenfreizügigkeit zu verhindern. Zudem müsse die Integration wieder ins Zentrum der Debatten gerückt werden.

Grosse Social-Media-Kampagne

Die Nebs will deshalb in der ganzen Schweiz Präsenz markieren mit einer Serie von Konferenzen, einer Broschüre für die pro-europäischen Parlamentskandidaten sowie einer grossangelegten Kampagne über die sozialen Medien. Auch nach den Wahlen plant die Nebs eine Reihe von Aktivitäten. Allen voran soll eine Petition lanciert werden, die das Parlament auffordert, die Schweiz ohne Verzug aus der Europakrise zu manövrieren.

Der Europapreis 2015 wurde an die Westschweizer Journalistin und Autorin Joelle Kuntz verliehen. Sie setzte sich gegen den Historiker Professor André Holenstein und den Clown Dimitri durch. Kuntz wurde für ihre Analysen zur Annäherung der Schweiz an Europa in zahlreichen Werken und Artikeln ausgezeichnet. (thu/sda)

Erstellt: 09.05.2015, 20:38 Uhr

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