Die Schweizer gehören weltweit zu den Unbestechlichsten

Die Organisation Transparency International hat den Korruptionsindex für das Jahr 2012 veröffentlicht. Die Schweiz rangiert auf dem sechsten Platz.

Top in Sachen Unbestechlichkeit: Beamter einer kantonalen Steuerverwaltung.

Top in Sachen Unbestechlichkeit: Beamter einer kantonalen Steuerverwaltung. Bild: Keystone

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In keinem Land Europas ist die Korruption nach Einschätzung von Transparency International so verbreitet wie in Griechenland. Mit nur 36 von 100 möglichen Punkten bildet das hoch verschuldete Land laut Korruptionsindex für das Jahr 2012 das Schlusslicht in Europa. Am unbestechlichsten weltweit sind dem Index zufolge Mitarbeiter im öffentlichen Sektor in Dänemark, Finnland und Neuseeland. Alle drei Staaten landeten mit 90 Punkten an der Spitze der Liste. Nach Schweden (88) und Singapur (87) belegt die Schweiz mit 86 Punkten den sechsten Rang.

Deutschland kommt mit 79 Punkten auf Platz 13. Es liegt damit vor den USA mit 73 und Frankreich mit 71 Punkten. Die Schlusslichter sind Afghanistan, Nordkorea und Somalia, die es nur auf acht Punkte schaffen.

Keine eindeutige Bewertung

Innerhalb Europas belegt Italien den drittletzten Platz mit 42 Punkten. Die ebenfalls krisengebeutelten Staaten Spanien und Portugal schaffen es ins Mittelfeld, gefolgt von der Gruppe der osteuropäischen Staaten.

Transparency International forderte die europäischen Staaten auf, das Problem der Bestechlichkeit in der Verwaltung anzugehen, um die Finanzkrise zu lösen. Der Index ermittelt, wie korrupt die öffentliche Verwaltung in einem Land ist. Er gründet auf Studien und Einschätzungen renommierter unabhängiger Institute.

Fallzahlen von Bestechlichkeit in öffentlichen Ämtern dagegen lassen nach Angaben von Transparency International keine eindeutige Bewertung zu. Sie belegten lediglich, wie effektiv die Staatsanwaltschaft, die Gerichte oder die Medien eines bestimmten Landes bei der Aufdeckung von Korruption sind. (kpn/sda)

Erstellt: 05.12.2012, 07:23 Uhr

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