Die letzte Debatte

Zum Abschluss der Legislatur haben sich heute am letzten Tag der Herbstsession 50 Politiker verabschiedet. Sie haben den Rücktritt aus ihrer Parlamentskammer erklärt. Ein Überblick über die Abgänge.

Die letzte Debatte: Ständerat Rolf Schweiger (FDP, ZG) spricht bei der Diskussion um den Ausstieg aus der Atomenergie, 28. September 2011.

Die letzte Debatte: Ständerat Rolf Schweiger (FDP, ZG) spricht bei der Diskussion um den Ausstieg aus der Atomenergie, 28. September 2011. Bild: Keystone

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Im Ständerat verabschiedete der noch zwei Monate amtierende Ständeratspräsident Hansheiri Inderkum (CVP/UR) von zwei Ständerätinnen und neun Ständeräten, die der kleinen Kammer zwischen zwölf und zwanzig Jahren (Rolf Büttiker, FDP/SO) angehörten.

Warme Abschiedsworte richtete Inderkum auch an Rolf Schweiger (FDP/ZG), Dick Marty (FDP/TI), Theo Maissen (CVP/GR), Hermann Bürgi (SVP/TG), Helen Leumann (FDP/LU), Christoffel Brändli (SVP/GR), Erika Forster (FDP/SG), Peter Briner (FDP/SH), Philipp Stähelin (CVP/ TG) und Maximilian Reimann (SVP/AG).

Inderkum, der selbst ebenfalls abtritt, wurde von seinem wahrscheinlichen Nachfolger Hans Altherr (FDP/AR) mit einem schönen Blumenstrauss verabschiedet.

38 Nationalräte gehen

Im Nationalrat verabschiedete Präsident Jean-René Germanier (FDP/ VS) 11 Nationalrätinnen und 27 Nationalräte. Darunter waren langgediente Parlamentarier wie Hans Rudolf Gysin (FDP/BL) mit 24 Jahren im Rat oder Christine Goll (SP/ZH), Andrea Hämmerle (SP/GR) mit je 20 Jahren und der Kommunist Josef Zisyadis (PdA/VD) mit 17 Jahren.

Nach 16 Jahren zieht sich unter anderem auch der Landwirt Josef Kunz (SVP/LU) zurück, einer der Hauptdarsteller aus dem bekannten Film «Mais im Bundeshuus». Auch die Gesundheits- und Sozialpolitiker Thérèse Meyer (CVP/FR), Claude Ruey (FDP/VD), Charles Favre (FDP/VD) und Pierre Triponez (FDP/BE) verlassen Bundesbern definitiv.

Den Rat ebenfalls verlassen wird der erste ins nationale Parlament gewählt Grüne, Daniel Brélaz (VD). Der Stadtpräsident von Lausanne war erstmals 1979 in den Nationalrat gewählt worden.

Mit Applaus verabschiedet wurde auch Germanier, der in der nächsten Legislatur aller Voraussicht nach von Hansjörg Walter (SVP/ TG) als Ratspräsident ersetzt wird. Der Nationalrat habe in den vergangenen vier Jahren während rund 1200 Stunden ungefähr 7000 Geschäfte behandelt, zog Germanier Bilanz. Germanier tritt nochmals für den Nationalrat an. (bru/sda)

Erstellt: 30.09.2011, 12:20 Uhr

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