FDP Waadt schickt Isabelle Moret ins Rennen

Die Waadtländer Sektion hat ihre Kandidatin für den frei werdenden Bundesratssitz bekannt gegeben. Moret ist damit die dritte offizielle FDP-Nominierung.

Nationalrätin und neu FDP-Bundesratskandidatin: Isabelle Moret vor der Verkündung der Kandidatur in Lausanne. (10. August 2017)

Nationalrätin und neu FDP-Bundesratskandidatin: Isabelle Moret vor der Verkündung der Kandidatur in Lausanne. (10. August 2017) Bild: Laurent Gillieron/Keystone

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Die 46-jährige Waadtländer Nationalrätin Isabelle Moret soll Nachfolgerin des zurücktretenden Bundesrats Didier Burkhalter werden. Das hat der Parteivorstand heute entschieden. Damit steigen voraussichtlich drei FDP-Politiker ins Bundesratsrennen.

Nach einer Anhörung am Donnerstagmorgen entschied der Parteivorstand der FDP Waadt, Isabelle Moret ins Rennen für die Burkhalter-Nachfolge zu schicken. Ebenfalls Interesse angemeldet hatten im Vorfeld die Waadtländer Staatsrätin Jacqueline de Quattro und der Waadtländer Ständerat Olivier Français.

Würde Moret gewählt, hätte der Kanton Waadt mit Guy Parmelin gleich zwei Vertreter im Bundesrat. Die 46-Jährige ist neben dem 56-jährigen Tessiner Nationalrat Ignazio Cassis und dem 39-jährigen Genfer Staatsrat Pierre Maudet die dritte offiziell nominierte Kandidatin.

Profil: Liberal-progressiv

Moret sitzt seit 2006 für die FDP Waadt im Nationalrat. Sie ist Mitglied der staatspolitischen Kommission und der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit. Seit 2016 präsidiert sie den Spitalverband H+. Zudem war sie von 2006 bis 2016 Vizepräsidentin der FDP Schweiz.

Die Kandidatin hat zwar keine Exekutiverfahrung, war aber Mitglied der Geschäftsprüfungsdelegation, welche die Protokolle des Bundesrats einsehen kann. Ihre politische Ausrichtung bezeichnet sie als liberal-progressiv. «In Fragen von Wirtschaft, Finanzen und Sicherheit bin ich rechts», sagte sie zu «Le Matin Dimanche». Im Gegenzug sei sie in Familien- und Umweltfragen progressiv.

FDP-Fraktion entscheidet im September

Die FDP Schweiz nimmt noch bis am Freitag um Mitternacht Vorschläge der Kantonalparteien entgegen. Sie sucht explizit Kandidaturen aus der lateinischen Schweiz. Es ist unwahrscheinlich, dass noch weitere Kandidaturen eingereicht werden. Am 1. September entscheidet dann die Bundeshausfraktion, wen sie dem Parlament zur Wahl vorschlagen wird. Parteipräsidentin Petra Gössi hatte sich gegen ein Einerticket ausgesprochen.

Der amtierende Bundesrat und Aussenminister Didier Burkhalter tritt im Herbst nach acht Jahren in der Landesregierung zurück. Die Bundesversammlung wählt seinen Nachfolger respektive seine Nachfolgerin am 20. September während der Herbstsession. (sep/SDA)

Erstellt: 10.08.2017, 12:07 Uhr

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