Fast jeder Vierte gurtet sich auf dem Rücksitz nicht an

Während die Gurtentragquote bei den Autolenkern und den Beifahrern einen neuen Höchstwert erreicht hat, steigt sie bei den Passagieren auf dem Rücksitz kaum. Für die Experten ist dies unverständlich.

Seit 1994 gilt das Gurtentragobligatorium auch für den Rücksitz: Eine Autofahrerin gurtet sich an.

Seit 1994 gilt das Gurtentragobligatorium auch für den Rücksitz: Eine Autofahrerin gurtet sich an. Bild: Steffen Schmidt/Keystone

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Fast jede vierte Person, die im Auto auf dem Rücksitz mitfährt, gurtet sich nicht an. Das zeigt die Zählung von 2014 der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU). Die Gurtentragquote auf dem Rücksitz ist mit 77 Prozent immerhin höher als 2013 mit 72 Prozent.

Eine wirkliche Steigerung sei aber über die letzten Jahre nicht erkennbar, teilte die BfU am mit. Die tiefe Tragquote sei unverständlich, denn der Sicherheitsgurt gehöre zu den wichtigsten Mitteln, im Strassenverkehr Menschenleben zu retten. Seit 1994 müssen sich Passagiere im Auto auf dem Rücksitz angurten.

Rekordwerte bei Vordersitzen

Wer vorne im Auto sitzt, zieht ungleich öfter den Gurt: 94 Prozent der Autofahrer und Autofahrerinnen gurten sich an und 93 Prozent der Beifahrer. Laut bfu sind das Rekordwerte. Auf den Vordersitzen gilt das Gurtenobligatorium bereits seit 1981.

Auf Autobahnen und aussserorts gurten sich 97 respektive 93 Prozent der Autofahrer an. Innerorts stieg die Gurtentragquote von 88 Prozent im Jahr 2013 auf 92 Prozent im laufenden Jahr. In Ortschaften verunfallten mehr als doppelt so viele Menschen im Auto wie ausserorts, hielt die bfu dazu fest.

Tessiner und Romands gurten sich seltener an

Unterschiedlich ist die Gurten-Disziplin in den Sprachregionen: Während sich in der deutschsprachigen Schweiz 94 der Autofahrer angurteten, taten das in der Romandie lediglich 90 Prozent und im Tessin 83 Prozent. (mw/sda)

Erstellt: 15.07.2014, 09:55 Uhr

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